Goberling ist ein Ortsteil der Stadtgemeinde A-7461 Stadtschlaining im Bezirk Oberwart. Das in waldreicher Umgebung liegende ehemalige Bergwerksdorf wurde bereits 1279 urkundlich genannt und gehörte zur Herrschaft Bernstein. Früher wurden in dieser Gegend zahlreiche Erze abgebaut und verarbeitet. Ende 1990 wurde das Antimonbergwerk geschlossen. Heute ist Goberling ein kleines Straßen- und Angerdorf mit ca. 419 Einwohnern (Stand 2001). Durch Goberling fließt der Glasbach.

In der Elisabethkirche kann man frühgotische Fresken sehen.

Bergbaumuseum: Mehr als 200 Jahre lang wurde rund um Goberling Antimon abgebaut. Obwohl noch genügend Antimon vorhanden ist, wurde der letzte Stollen 1999 in Goberling geschlossen. Der Stollen bestand aus 70 km Schächten. Im Bergbaumuseum von Goberling gibt es noch Erinnerungsstücke an den Kohle- und Antimonabbau. Ein ehemaliger Bergmann, der 32 Jahre im Stollen gearbeitet hat, führt durch die Sammlung. Ebenfalls ausgestellt ist ein nachgebauter Stollen.

Radwege: Durch die Ortschaft führt der B 58 - Kohlstattradweg (siehe auch www.best-of-burgenland.com mit einer Beschreibung aller Radwege des Burgenlandes).

Persönlichkeiten:
Adolf Krautsack, Politiker

Märchen aus Goberling: DIE FARNSAMMLER VOM GOBERLING

In der Thomasnacht (29. Dezember) ereignen sich allerlei Wunder. Der Samen des Farnkrauts, das in dieser Nacht im Wald blüht, ist heilkräftig und hat die wunderbare Eigenschaft, drei oder fünf Personen unsichtbar zu machen, wenn sie den Farnsamen in einem Kirchenkelch auffangen. Er verleiht seinem Besitzer auch die Gabe, verborgene Schätze zu sehen.

Diese Wunderkraft des Farnsamens war vor vielen Jahren dem Mesner von Goberling bekannt, und er versuchte mit zwei anderen Männern, in der Thomasnacht sein Glück zu machen. Der bucklige Dorfwirt, der in vielen Zaubersachen erfahren war, belehrte sie, wie sie sich beim Einsammeln des Farnsamens zu benehmen hätten. Er selber konnte den Weg nicht mitmachen, da er als vierter überzählig war.

So schlichen sich denn die drei Farnsucher unter Mitnahme eines Kirchenkelches, den der Mesner heimlich entlehnt hatte, vor Mitternacht in den Wald, um das große Werk zu vollbringen. Mit geweihter Kreide zogen sie um das Farnkraut einen Zauberkreis und warteten in demselben auf das Wunder, das sich ereignen sollte. Erstaunt gewahrten sie um Mitternacht, wie das Farn zu blühen anfing. Als aber die Blüten abfielen und der Samen zu reifen begann, wandelte sich die Verwunderung der Männer in Schrecken und Furcht; denn ringsumher krachte der Donner, die Erde bebte, und gespenstische Gestalten umringten den Zauberkreis. Endlich fiel der Samen in den Kelch, den sie unterhielten, die Elemente beruhigten sich, und die schattenhaften Bedränger verschwanden.

Froh über den glücklichen Ausgang des Unternehmens verließen die drei die unheimliche Stätte und traten den Rückweg an. Der Mesner, der den Kelch trug, konnte den beiden andern nicht genug erzählen von den Schätzen, die er vor sich sehe, so dass seine Begleiter lange Zähne bekamen und die verborgenen Herrlichkeiten auch sehen wollten. So trugen sie abwechselnd den Kelch und erlebten dabei ihre Wunder.

Da kam ihnen plötzlich der bucklige Wirt entgegen und tat, als ob ihm die Neugierde über den Ausgang ihres Vorhabens keine Ruhe mehr gelassen hätte. Als er hörte, dass sie den Farnsamen richtig gefunden und was für Schätze sie schon gesehen hätten, wollte er den Samen sehen. Aber die andern konnten sich nicht entschließen, den Deckel vom Kelch zu heben, da sie meinten, der Samen könnte vom Wind weggeweht werden. Nun wurde der Wirt zornig und drohte ihnen, die ganze Sache dem Pfarrer zu verraten. So blieb ihnen nichts übrig, als den Deckel zu lüften. Der Bucklige blickte hinein und blies zu ihrem Schrecken auf einmal den Samen aus dem Kelch; dann war er mit höhnischem Gelächter verschwunden.

Jetzt erkannten die Farnsucher bestürzt, dass es der Teufel selbst gewesen sei, der ihnen in Gestalt des buckligen Wirts entgegengetreten war und sie überlistet hatte. Mit langen Gesichtern, aber doch heilfroh, dass ihnen kein ärgeres Übel zugestoßen war, trotteten die drei Männer ihrem Dorf zu.

Quelle: Die schönsten Sagen aus Österreich, o. A., o. J., Seite 240.

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