Ungarisch: Németszentgrót

Die Gemeinde Gerersdorf-Sulz liegt westlich von Güssing im Zickental und besteht aus den Ortsteilen Gerersdorf (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015: 484), Sulz und Rehgraben. Eine Besonderheit ist das Freilichtmuseum Gerersdorf, das originale Bauernhäuser des 18. Und 19. Jhdts. anbietet.

Für Naturliebhaber bietet die Gemeinde eine ausgeprägte Fauna- und Floralandschaft: z. B. die Trollblume, seltene Schmetterlingsarten und der Wachtelkönig. Ebenso befindet sich in Sulz die Quelle des heutigen Güssinger Mineralwassers.

Die Gemeinde gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Németszentgrót verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Die Gemeinde gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche hl. Martin (ObjektID: 27779), Gerersdorf bei Güssing 1, Erbaut 1810/1811. Mächtiges Schiff mit Faschengliederung und Strebepfeilern. Schmächtiger vorgebauter Westturm, viergeschoßig mit Spitzhelm. Chor flach geschlossen. Südseitig zweigeschoßiger Sakristeianbau.
Wohnhaus aus Tschanigraben (ObjektID: 27773), bei Gerersdorf bei Güssing 66, Bauernhaus in Blockbauweise mit Strohdach. Daneben von privater Hand zusammengetragene und gepflegte Gruppe von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden.
Streckhof (ObjektID: 27775), Gerersdorf bei Güssing 66a, Streckhof mit Strohdeckung (Kittelschab)
Schüttkasten aus Tauchen (ObjektID: 27776), Gerersdorf bei Güssing 66a
Blockwerkspeicher aus Großmürbisch (ObjektID: 27777), Gerersdorf bei Güssing 66a
Brunnenhaus (ObjektID: 19), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, Das Brunnenhaus, ursprünglich Anfang des 19. Jahrhunderts in Gerersdorf Riegelberg errichtet, steht nun im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf.
Schweinestall (ObjektID: 27), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, Charakteristischer eichener Ständerbau mit je 3 einander gegenüberliegenden Koben und großer ehemaliger Holzlade, um 1900
Walzenbrunnen (ObjektID: 28), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, 19. Jahrhundert
Bauernhaus, Wohnhaus (ObjektID: 15), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b
Scheune, Kreuzstadel (ObjektID: 16), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, Holzblockbau mit originalem hölzernem Dreschboden. 1935 wurde der ursprünglich strohgedeckte Scherendachstuhl durch das ziegelgedeckte Satteldach ersetzt. Errichtet 1864.
Längsstadel (ObjektID: 17), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, dreiräumiger Holzblockbau, Mitte des 19. Jahrhunderts
Tschardake (ObjektID: 18), bei Gerersdorf bei Güssing 66a, 66b, Die Tschardake, eine gelattete Hütte zum Trocknen von Maiskolben, wurde ursprünglich in Urbersdorf Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und steht nun im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf
Kitting aus Unterschützen (ObjektID: 27766), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, zweigeschoßiger Speicherbau mit hölzernem Spitztonnengewölbe, errichtet 1765
Kreuzstadl aus Großmürbisch (ObjektID: 27768), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, Der Kreuzstadel stammt ursprünglich aus Großmürbisch und datiert mit 1811/1834. Es ist ein Blockwerkbau mit strohgedecktem Vollwalmdachstuhl, welcher nun im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf steht.
Kellerstöckl aus Postrum-Bergen (ObjektID: 27769), bei Gerersdorf bei Güssing 66b
Presshaus aus Winten-Bergen (ObjektID: 27770), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, eichene Balkenpresse, errichtet 1822
Kellerstöckl aus Oberbildein (ObjektID: 27774), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, errichtet 1871
Bauernhaus, Wunderlhaus (ObjektID: 20), Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Die ältesten Teile stammen aus dem 18. Jahrhundert. 1910 wurde der ursprünglich strohgedeckte Dachstuhl erneuert und mit Ziegeln eingedeckt.
Taubenschlag (ObjektID: 21), Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Ein Taubenschlag für 96 Tauben(familien) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, der ursprünglich im Hof der Wohlrab-Mühle in Wulkaprodersdorf stand.
Bienenhaus (ObjektID: 22), Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Ende 19. Jahrhundert. Enthält Sammlung strohgeflochtener Bienenkörbe und Imkereigeräte.
Presshaus (ObjektID: 23), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c
Schweinestall (ObjektID: 25), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Aus Langeck, 1919 errichtet und 1932 erweitert. Ein Gänsestall zw. älterem und jüngerem Bauteil.
Schweinestall (ObjektID: 24), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Aus Neumarkt im Tauchental, frühes 20. Jhdt. Im Dachraum ein Hühnerstall.
Dörrofen (ObjektID: 26), bei Gerersdorf bei Güssing 66b, 66c, Aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts. Im Vorraum Schnapsbrennerei.
Hausberganlage Taborriegel (ObjektID: 27788), eine künstlich angelegte Erhebung in der Landschaft auf der einst ein kleiner Wehrbau stand.
Wegkapelle hl. Matthäus (ObjektID: 27782), In neogotischen Formen um 1900 erbaut
Altes Feuerwehrhaus, neben der Wegkapelle hl. Matthäus

Söhne und Töchter:
Peter Jandrisevits (1879–1938) aus Sulz, Geistlicher und Politiker (CS)
Alois Müller (1878–1945) aus Sulz, Maschinenarbeiter und Politiker (SDAP)
Andreas Nedwal (1891–1975) aus Gerersdorf, gelernter Schlosser, Bauer und Politiker (ÖVP)

In der Gemeinde leben bekannte Sportler:
Siegfried Bauer aus Gerersdorf (Wintertriathlon)
Julia Dujmovits aus Sulz (Olympiasiegerin, Snowboard)
Peter Jandrisevits aus Sulz (Fußballspieler, U-19-Nationalspieler)

Gewässer: Gerersdorf wird entwässert vom Zickenbach, Gadigraben, Krautgraben und vom Höheberggraben.

Wanderungen: In Gerersdorf bei Güssing befinden sich folgende Wanderwege: Berg- & Waldweg (ca. 8,30 km), Großer Rundwanderweg Gerersdorf-Sulz-Rehgraben (ca. 16,7 km), Naturwanderweg (ca. 5,10 km) und der Wald- & Wiesenwanderweg (ca. 9,20 km).

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Gerersdorf - Freilichtmuseum:
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