Ungarisch: Ganócs

Kleine Ortschaft mit dem Bezirksteil Brunnergraben im Bezirk Güssing. Der ungarische Name lautet Ganócs, der kroatische Orisje.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Ganócs verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Vitus (ObjektID: 28795), erbaut 1846. Kleiner Saalbau mit risalitartig vorgezogenem dreigeschoßigen Ostturm und halbrunder Apsis. Zweijochiges Schiff mit Platzlgewölbe zwischen Doppelgurten auf breiten Pilastern. Dreiachsige Empore auf Säulen über drei Platzln. In der Apsis Schalengewölbe. Die Einrichtung stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Radwege: Gamischdorf ist eine Station des Apfelradweges B 62. Dieser 47 km lange Rundkurs mit seinen anspruchsvollen hügeligen Steigungen ist nur für sportliche Radler geeignet. Der Radweg zeichnet sich durch eine gute Beschilderung aus. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findet man auf www.fahr-radwege.com.

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