Ungarisch: Döbör

Doiber (Ungarische Sprache: Döbör]) ist ein Ort im Bezirk Jennersdorf im südlichen Burgenland in Österreich und eine Katastralgemeinde von St. Martin an der Raab. Der Ort hat mit Stichtag 31. Oktober 2011 (Statistik Austria) insgesamt 249 Einwohner. Doiber liegt zwischen Gritsch und St. Martin an der Raab. Der ungarische Name lautet Döbör.

Geografie: Der Ort liegt im Raabtal. Im Norden grenzt Doiber an Jennersdorf, im Osten an St. Martin an der Raab, im Süden an Windisch-Minihof, im Südwesten an Welten und im Westen an Gritsch. Die Ortsgrenze zu St. Martin an der Raab bildet der Doiberbach im Osten, der in Neuhaus am Klausenbach seinen Ursprung hat. Im Norden bildet die Raab die Grenze zu Jennersdorf.

Geschichte: Die ersten Ansiedlungen verlieren sich im Grau der Vorzeit. Wie die Funde im Wald zwischen Doiber und Gritsch dokumentieren, war der Ort schon zur Zeit der Römer besiedelt. Am 8. Juni 1867 wird der einheitliche Kaiserstaat Österreich-Ungarn politisch in die selbstständigen Reichshälften Österreich und Ungarn geteilt. Doiber gehörte damit wie das gesamte Burgenland bis 1921 zur ungarischen Reichshälfte, Region Deutsch-Westungarn. Auf Anordnung der Regierung in Budapest musste ab 1898 aufgrund der Magyarisierungspolitik der ungarische Ortsname Malomgödör verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Gemeinde den Verträge von St. Germain und Trianon zufolge 1919 Österreich zugesprochen. Als Folge des Anschlusses an das Deutsche Reich erfolge 1938 die Auflösung des Burgenlandes. Doiber gehörte bis 1945 zum Kreis Feldbach, Gau Steiermark.

Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1971 wurde aufgrund des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes die vordem selbstständige Gemeinde Doiber, gemeinsam mit den vordem ebenfalls selbstständigen Gemeinden Gritsch, Neumarkt an der Raab, Oberdrosen und Welten mit der Gemeinde St. Martin an der Raab zusammengeschlossen.

Verkehr: Die Doiber Straße (B58) ist eine Landesstraße in Österreich. Sie verläuft auf einer Länge von 11,8 km im äußersten Süden des Burgenlandes. Beginnend im Tal der Raab südlich von Jennersdorf führt sie zur Staatsgrenze nach Slowenien. Benannt ist sie nach dem Ort Doiber, der nahe ihrem Anfang liegt, durch den sie aber nicht führt. Durch die Ortschaft Doiber selbst führt die Doiber-Welten-Landesstraße (L268).

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kapelle – Die Kapelle befindet sich an der Doiber-Weltener-Landesstraße (L268), wurde 1812 errichtet und steht seit 15. Oktober 2002 unter Denkmalschutz (ObjektID: 11630). Im Inneren befindet sich ein Kreuz. Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums wurde die Dorfkapelle vom Verschönerungsverein Doiber (Bachzeile 9, 8383 Doiber) neu renoviert. Die Einsegnung der wundervoll restaurierten Kapelle nahm Pfarrer Martin Ralf Kalu vor.
Musikerheim: Das gegenwärtige Gebäude bekommt einen Zubau, in dem der Musikverein St. Martin an der Raab einen Probenraum und Vereinsräumlichkeiten erhält. Eröfffnung: August 2016. Das alte Feuerwehrhaus musste dafür weichen.
Norisch-pannonische Hügelgräber: Die Grabhügel befinden sich im Wald zwischen Gritsch und Doiber.

Entwässerung: Doiber wird vom Doiberbach, den Altarmen der Raab und der Raab entwässert. Der Doiberbach mündet bei der B57 in Jennersdorf in die Raab.

Persönlichkeiten:
Joseph Sucher (1843–1908), österreichischer Komponist, Kapellmeister und Dirigent

Radwege: Doiber ist eine Station des Radweges Neuhauser Hügelland B 70. Dieser Radweg hat die ungefähre Länge eines Marathon (42,3 km). Hier ist die Welt noch in Ordnung, Obstgärten, viel Wald und das Flair von Grenzland begleiten einen auf diesen Wegen. Dieser Radweg ist nur für sportliche Radfahrer zu empfehlen. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findet man auf www.fahr-radwege.com (siehe auch www.best-of-burgenland.com mit einer Beschreibung aller Radwege).
DoiberDoiberDoiberDoiber, FeuerwehrDoiber, KriegerdenkmalDoiber, KriegerdenkmalDoiber, KriegerdenkmalDoiber, SpielplatzDoiber, DoiberbachDoiber, Ortstafel