Ungarisch: Alhó, Kroatisch: Oljhava, Romani: Ojhava

Markt Allhau ist eine Marktgemeinde mit 1876 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im südlichen Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Alhó. Das Gemeindegebiet umfasst die 2 Ortschaften Buchschachen (586 Einwohner) und Markt Allhau (1269 Einwohner, Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011). In den Oberbergen entspringt der Fangertbach, ein Zufluss zur Strem. Durchflossen wird die Ortschaft vom Stögersbach und der Lafnitz.

Markt Allhau: Römer- und Keltengräber in der Umgebung der Gemeinde Markt Allhau sind die frühesten Spuren der Besiedelung. Die erste urkundliche Nennung unter dem ungarischen Namen "ALHO" stammt aus dem Jahre 1334. Der deutsche Name "ALLHAW" wurde 1455 das erste Mal niedergeschrieben. 1584 wurde dem Dorf das Marktprivileg verliehen, dem zufolge vier Märkte abgehalten werden durften. 1781 bildete sich in Markt Allhau eine evangelische Kirchengemeinde, die in den darauffolgenden Jahren ihre Kirche, vorerst ohne Turm, erbaute. Die katholische - der heiligen Luzia gewidmeten - Kirche wurde erstmals 1697 erwähnt. Um die Jahrhundertwelle erhielt die Gemeinde einen Kreisarzt sowie eine Apotheke, wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet und 1912 ein Gendarmerieposten eingerichtet. Seit 1971 ist Buchschachen ein Ortsteil von Markt Allhau.

Buchschachen: Im Jahr 1263 wurde im Norden von Allhau bei der Lafnitz ein damals unbewohntes Waldstück (ungarisch: "sah", deutsch "Schachen") von König Bela an einen der bereits aus Allhau bekannten Köveshutis wegen militärischer Verdienste geliehen. Wie in der entsprechenden Urkunde erwähnt, zieht sich dieser Besitz von der Lafnitz bis über den Stögersbach. Im ausklingenden 13. Jhdt. wurde auch eine Burg errichtet, deren Reste noch heute im Wald nordöstlich von Buchschachen zu sehen sind. 1532 wird im Schlaininger Urbar das damalige "Puechschachen" erwähnt. Im Zeitraum von 1570-1610 schlossen sich die Buchschachner wahrscheinlich unter Balthasar und Franz II. Batthyány der Reformation an. Der Ort wuchs allmählich; 1744 wurden bereits 93 Bauern und drei Söllner gezählt, im Jahr 1750 wurde die hiesige Zigeunerkolonie gegründet. Ungefähr im Jahr 1822 wurde von der Gemeinde anstelle eines Bauernhauses die erste Schule errichtet, welche 1860 umgebaut, vergrößert und mit einem Turm versehen wurde. Im Jahr 1945 war auch Buchschachen während drei Wochen Kampfgebiet. Mit dem auf öffentlichen Platz aufgestellten Kriegerdenkmal ehrt die Gemeinde ihre in den zwei Weltkriegen gefallenen Mitbürger.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Alte Mühle - Mühlenkomplex (Mühlengebäude, Wohnhaus samt Wirtschaftstrakt) (ObjektID: 79373), Allhauer Mühlhäuser 1-3 (Markt Allhau 1), Öl- und Getreidemühle bis 1968 in Betrieb, vor wenigen Jahren renoviert und als Wohngebäude adaptiert.
Kitting (ObjektID: 8242), Allhauer Mühlhäuser 5 (Markt Allhau 5)
Evang. Pfarrkirche A.B. (ObjektID: 8240), der hohe klassizistische Bau über quadratischem Grundriss stammt aus den Jahren 1784 bis 1786. Der vorgebaute Südturm mit Zwiebelhelm wurde 1832/33 erbaut.
Kath. Filialkirche hl. Luzia (ObjektID: 8239), die frühere Kirche aus dem 18. Jahrhundert wurde im Jahr 1957 gesprengt und durch einen modernen Neubau mit frei stehendem Glockenturm ersetzt. Der barocke Hochaltar im Innenraum blieb erhalten. Die Kanzel aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde umgebaut und als Ambo aufgestellt.
Schule (ObjektID: 8248), Gemeindestraße 33, Markt Allhau 312

Persönlichkeiten:

Ewald Ritter (* 1953), Politiker und Lehrer
Igor Skalé (* 1948, † 2011), Maler

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