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St. Nikolaus bei Güssing (ungarisch Várszentmiklós, kroatisch: Sv. Mikula) ist seit 1.10.1940 ein Ortsteil von Güssing im südlichen Burgenland.




Geschichte
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Fußwallfahrt St. Nikolaus nach Maria Bild
Am 26. Mai 2013, dem Dreifaltigkeitssonntag, findet wieder die Fußwallfahrt von St. Nikolaus nach Maria Bild statt. Treffpunkt 6.00 Uhr bei der Kirche in St. Nikolaus. Strecke: 20 km, für Getränke und Jause wird gesorgt.
Bei Interesse bitte um Anmeldung bis 24.5.2013 bei Herrn Erwin Potzmann unter 03322/42205 oder 0664/4344106. |
Aufzeichnungen zufolge geht die Besiedlung von Sankt Nikolaus auf das Jahr 1545 zurück. In diesem Jahr ließen sich 20 kroatische Flüchtlinge aus Slawonien (historische Region im Osten Kroatiens, die Mehrheit der Bevölkerung besteht aus Kroaten) mit ihren Familien in St. Nikolaus nieder.
Im Jahr 1598 existierten nur 10 Häuser, von denen die meisten
im Jahr 1605 beim Bocskay-Aufstand zerstört wurden.
Die Weingärten in St. Nikolaus wurden 1890 durch die Reblaus zerstört. Die
Reblaus wurde 1868 mit Rebmaterial aus Nordamerika über Frankreich nach
Österreich eingeschleppt, breitete sich rasant aus und vernichtete fast alle
Bestände.
Die Kirche von St. Nikolaus bestand bereits 1545 und wurde die Kirche der
Kroaten für das gesamte Güssinger Gebiet, sowie der Kroaten von Groß- und
Kleinmürbisch, Krottendorf, Hasendorf, Kroatisch Tschantschendorf und Punitz,
während die Jakobikirche als Pfarrkirche der Deutschen, und die Augustinerkirche
(hier wurde 1648 das Franziskanerkloster errichtet) als Pfarrkirche der Ungarn
diente. Auch die Toten aus Kleinmürbisch wurden bis zur Errichtung eines eigenen
Friedhofes im Jahr 1822 in St. Nikolaus bestattet.
1580 1633 waren die Priester von St. Nikolaus Lutheraner, ab 1649 Priester des
Franziskanerordens aus Güssing.
Die alte Kirche befand sich inmitten des Friedhofes. Nach einem Feuer 1897, das
die Kirche bis auf die Grundmauern zerstörte, wurden diese niedergerissen und
die neue Kirche an ihrem heutigen Platz aufgebaut.
Weiters befand sich in St. Nikolaus auch eine Schule, die bis zum Jahr 1824 auch
von den Kindern aus Kleinmürbisch besucht wurde.
Weitere Ortsteile von Güssing sind Krottendorf, Langzeil, Ludwigshof, Rosenberg, Steingraben und Urbersdorf.
Der Vater von Josef Reichl, Peter Reichl stammt aus St. Nikolaus.