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Sehenswürdigkeiten:
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Auswanderer- und Josef-Reichl-Museum: Im Gebäude der alten
Hofmühle befinden sich 2 bedeutende Museen für
Güssing: Das Auswanderer-Museum dokumentiert die
Amerikawanderung der Burgenländer zu Beginn
dieses Jahrhunderts. Güssing ist auch die Stadt
der Auslands-Burgenländer. Von hier emigrierten
mehr als 9000 Burgenländer nach Amerika.
Der zweite Teil der Ausstellung ist dem
Güssinger Mundartdichter Josef Reichl gewidmet.
In seinen Werken beschrieb er das Schicksal der
Grenzlandbewohner. Seine Liebe zur Heimat, zum
Hianznland, ließ viele Gedichte und Geschichten
entstehen. Eindrucksvolles Zeugnis ist das
Theaterstück "Landflucht", das die
Lebensumstände in den Dörfern zeigt, die viele
Menschen dazu führte, ihr Land zu verlassen und
in Amerika eine neue Heimat zu suchen.
Öffnungszeiten: 1.Mai - 31. Oktober, jeden
Samstag, Sonntag und Feiertag von 14.00 - 18.00
Uhr
oder nach Vereinbarung unter: Burgenländische
Gemeinschaft, Tel.: 03322 - 42598, Fax: 03322 -
42133. |
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Burgruine: Auf dem Basalttuffkegel
stand vormals eine hölzerne Burg und ein
Benediktinerkloster. Unter König Béla III. (1173
bis 1196) entstand hier eine neue Burg aus
Stein. Solcherart bildete sie im westlichen
Verteidigungsgürtel den strategischen Gegenpol
zu steirischen Riegersburg. Im 13. Jahrhundert
geriet die Festung in die Gewalt der "Grafen von
Güssing". Der bekannteste dieses -
richtigerweise "Günser" zu nennenden -
Geschlechtes war wohl Iwan, der sowohl als
Feldherr wie auch als Politiker rücksichtslos-
und hemmungslos seine Gegner geschickt täuschte
und so seine Macht in Westungarn vergrößerte.
Seine Übergriffe auf steirisches und
niederösterreichisches Gebiet führten allerdings
zum Gegenschlag Albrecht I. von Österreich
("Güssinger Fehde").
1457 wurde der Besitz an den Wojwoden von
Siebenbürgen, Nikolaus Ujlaky, als Pfand
übergeben. Nach dem Aussterben dieses
Geschlechtes wurde die Güssinger Provinz von
König Ludwig II. im Jahre 1524 an den
"Türkenhelden" Franz Batthyány übertragen. Mit
dieser Schenkung wurde ein neuer Abschnitt in
der Herrschaftsgeschichte eingeleitet. Dieses
Geschlecht erreichte im 18. Jahrhundert seinen
Höhepunkt, als Mitglieder der gräflichen Familie
in die höchsten Stellen der Monarchie
aufrückten: die Erhebung Karl Joseph Batthyánys
in den Reichsfürstenstand (1764).
Die wehrpolitische Bedeutung der Burg erlosch
durch eine kaiserliche Verordnung von 1775, nach
welcher die Waffen aller Familienburgen dem
Staat übergeben werden sollten, wenn sie
aufhörten, Landesschutzburgen zu sein.
Das einst uneinnehmbare Bollwerk gegen alle
Anstürme war damit dem Verfall preisgegeben.
Webseite:
www.burg-guessing.info |
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Franziskanerkloster: Das Franziskanerkloster und die Klosterkirche
zählen zu den Juwelen in der Stadt Güssing. Der
Reliquienschrein in der Klosterkirche birgt die
Reliquien des seligen Ladislaus. Die
Franziskaner sind die Mitglieder verschiedener
römisch-katholischer Ordensgemeinschaften, die
sich an der Ordensregel orientieren, welche
Franziskus von Assisi für den ersten von ihm im
13. Jahrhundert in Assisi, Umbrien (Italien)
gegründeten Bettelorden verfasste. Das
Franziskanerkloster wurde 1648/49 von Graf Adam
Batthyány I. gestiftet. Das Franziskanerkloster,
befindet sich am Hauptplatz in Güssing und war
früher auch ein Eckpfeiler der Stadtbefestigung
von Güssing.
Das Kloster beherbegt auch eine wertvolle
Bibliothek mit 3484 Büchern. Das älteste Buch
ist ein auf Pergament geschriebenes Messbuch aus
der Mitte des 13. Jahrhunderts. 211 Inkunabeln
(Frühdrucke und Wiegendrucke) geben Auskunft
über frühere Druckereitätigkeiten in Güssing.
Auch Werke von Carolus Clusius, gedruckt von
Johannes Manlius, befinden sich in der
Klosterbibliothek |
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Jakobikirche: Nach dem Kirchenrecht ist
die dem Hl. Jakobus dem Älteren geweihte Kirche
noch immer die Pfarrkirche von Güssing, obwohl
die größere Klosterkirche längst die eigentliche
Funktion übernommen hat. Es kam auch in der
Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder zu
Zwistigkeiten zwischen den Pfarrangehörigen und
dem Kloster, sodass sogar Vorschriften zur
Regelung des Kirchenbetriebes erlassen werden
mussten (betreffend Taufen, Eheschließungen,
Gottesdienste etc.).
1962 erfolgte unter der Leitung des damaligen
Landeskonservators Dr. Schmeller eine
Außenrenovierung, die als Muster für
Renovierungen gilt. (Neue Art des Außenputzes
etc.).
1964 Innenrenovierung - Betonung des romanischen
Baustils.
Die zu den ältesten des Landes gehörenden
Pfarren (vor 1200) weist unter anderem in acht
Büchern auf:
von 1690 bis 1970 über 7.000 Brautpaare
von 1725 bis 1970 fast 20.000 Beerdigungen
von 1668 bis 1970 fast 34.000 Taufen. |
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Josef Reichl - Geburtshaus: "In diesem
Haus wurde der burgenländische Heimatdichter
Josef Reichl am 19. Juni 1860 geboren" heißt es
auf der Erinnerungstafel am Geburtshaus des
Nestors der Dichtung im Burgenland. Der Sohn von
armen "Bireschleuten" erlernte das
Hutmacherhandwerk. Er wurde in Wien-Fünfhaus
sesshaft.
Eine Triebfeder seines Schaffens war gewiss das
offen bekannte Heimweh, die Jugenderinnerungen
und seine Heimatverbundenheit. In Gedichten und
Erzählungen mit dem Gestaltungsmittel der
heimischen Mundart besingt er seine
südburgenländische Heimat. Josef Reichl starb am
09. Dezember 1924. |
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Kulturzentrum Güssing: Planung: 1972
(Architekt Matthias Szauer);
Eröffnung: 27. August 1977;
Eigentümer: "Verein zur Planung, Errichtung und
Erhaltung Burgenländischer Kulturzentren".
Baukosten: 36,5 Millionen Schilling, die
ausschließlich vom Verein bezahlt wurden, der
diese Gelder als Subventionen von Bund und Land
erhielt. Die Stadtgemeinde Güssing stellte einen
aufgeschlossenen Grund zur Verfügung.
Sowohl der große Saal (Fassungsvermögen 521
Personen) als auch die diversen kleineren
Räumlichkeiten finden gute Auslastung. Für die
Saison 1980/81 verzeichnete das Kulturzentrum
1,5 Veranstaltungen pro Tag. In diesem Zeitraum
besuchten nahezu 50.000 Personen diese Stätte. |
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