Ortsteil Urbersdorf:
Urbersdorf befinet sich ca. 8 km von der
Bezirkshauptstadt Güssing entfernt Der
ungarische Ortsname ist Orbánfalu, Orbánfalva.
Urbersdorf wurde nach dem Inkrafttreten des
Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes am
1.1.1971 der Großgemeinde Güssing angegliedert.
Geschichte: Der Ort gehörte wie das
gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn
(Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund
der Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Orbánfalu bzw.
Orbánfalva verwendet werden. Nach Ende des
ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen
Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St.
Germain und Trianon 1919 Österreich
zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu
gegründeten Bundesland Burgenland.
Clusius Naturwildpark Güssing: 1999/2000
wurde der Clusius-Naturlehrpfad erneuert. Dieser
verläuft seit über 20 Jahren rund um den
Urbersdorfer Stausee und stellt mit dem
angrenzenden Wildgehege ein beliebtes
Ausflugsziel dar. Durch die 12 handbemalten,
naturkundlichen Tafeln entlang des 2,5 km langen
Wanderweges kann allerlei Wissenswertes über die
Natur und deren Nutzung gelernt werden.
Sehr beeindruckend wirken auch die über 100
Jahre alten Eichenbäume.
Bei den Kindern und auch Erwachsenen überaus
beliebt ist das Wildgehege, wo man verschiedene
Tierarten beobachten kann.
Der Urbersdorfer Stausee wird durch den Limbach
kontinuierlich aufgefüllt.
Einwohner 1693 waren: Gregor PFAIFER,
Hanz GRELLER, Jerg KEDL, Michl TOMSICS, Faitl
KOHOBER, Jörg UNGER, Christian PFAIFER, Philipp
MARXL, Peter HASER, Michl KLEPAIS, Gregor
STRANCZL, Michl GRISSL, Lorenz HOFER, Jerg
SVAINCZER, Michl GRELLER, Philipp BUSICS, Hanzin
(= Frau/Witwe von Hanz) KLEPAIS, Andras POSTA,
Michl LISZT (frei), Michl NIKIS, Michl KLEPAIS,
Motezin (=Frau/Witwe von Motez) GRELLER, Hanzs
ASZTL, Jerg KLEPAIS, Hans CZITTERMANN, die
Waisen von Janos NAGY, Jerg HOANNER, Janos
TOMASICS, Michl KLINICHFATER, Jerg HORRER, Hanz
KHEPPL, Paul KHEDL, Adam TROMBITAS, Jerg
CZITTERMANN, Plaz POSTA HOFFER, Farkas CSEREPEZÖ,
Peter TIERJEZL, Balint BOROSTYANI, Mottez KEDL
(Richter=Bürgermeister), Hanzl HOARRER,
Christian PFAIFER, Jokl, Hanz GRELLER, Hanz
HAMEDLI, Paul REKHER, Hanz STIFFTER; Söllner:
Michl FIERHEZL, Michl ROZNER.
1750: Georg REILIMANN
(Richter=Bürgermeister), Michael UNGER, Hans
KEDL, Michl ASTL, Matthias GRÖLLER
(Geschworene=Gemeinderäte); Georg und Michl
STRANZL, Georg SAKACSICS, Hans SCHATZ, Georg
MAGYORI (kroat. Lehrer aus Rechnitz).
Lehrer in Urbersdorf waren:
PUTZ Joseph, starb 1833, bis 1833
MÜLL Michael (unterrichtete 1854 25 Knaben und
17 Mädchen) 1835 - 1854
1856 wurde ein neues Schulgebäude errichtet.
Weitere Lehrer waren:
GEIER Anton 1859
HAUSMÜLLER 1862 - 1864
GARTNER Franz 1865 - 1873
FISCHL Franz 1874 - 1884
RATZ Adolf 1885 - 1897
KÖNIG Franz 1898 - 1913
HALMOS Franz 1913 - 1921
HABETLER Theresia (Schwester von Franz Halmos)
1921 -1923
HOTWAGNER Georg 1923
WINKLER Irene 1923 -
1858 wurden 6 Häuser durch ein Feuer zerstört,
die neuen Häuser der betroffenen Familien wurden
an anderen Plätzen aufgebaut.
Im Jahr 1893 wurden die Weingärten durch die
Reblaus zerstört. Diese wurde mit Rebmaterial
aus Amerika über Frankreich nach Österreich
eingeschleppt und vernichtete fast alle
Bestände.
Die Malereien in der Kirche wurden von Adolf
BAUER, Nr. 27 bezahlt, der das Geld in Amerika
gesammelt hat.Urbersdorf ist schönster
Ort: Die Gärtner des Burgenlandes bewerten
jedes Jahr Städte, Gemeinden, Plätze und
Privathäuser bezüglich Blumenschmuck. Die Besten
werden dann jeweils vor den Vorhang gebeten und
mit Blumengutscheinen belohnt. 2009 konnte sich,
zur Freude der Verantwortlichen, Urbersdorf als
Sieger des Bezirkes Güssing durchsetzen. Die
fleißigen Damen von Urbersdorf freuen sich über
den 1. Preis. Quelle: Bezirksblatt vom 5.1.2009
(Rückblick).
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