Ortstafel Eisenstadt

Städtepartnerschaft

Eine Gemeindepartnerschaft (auch Jumelage genannt) ist eine Partnerschaft zwischen zwei Städten (Städtepartnerschaft), Gemeinden oder Regionen mit dem Ziel, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen. Internationale kommunale Partnerschaften werden außerdem als Plattform genutzt, um Demokratisierungsprozesse in Staaten zu unterstützen, in denen Rechtsstaatlichkeit und Freiheit noch nicht als erreicht angesehen werden ("kommunale Außenpolitik").

Eisenstadt hat insgesamt 5 Städtepartnerschaften und zwar mit:

Bad Kissingen, Deutschland
Colmar, Frankreich
Lignano Sabbiadoro, Italien (nur Städtefreundschaft)
Sanuki, Japan
Sopron, Ungarn
Wr. Neustadt, 3-Städte-Freundschaft gemeinsam mit Sopron

Ortstafel Bad Kissingen

Bad Kissingen

Bad Kissingen (vor dem 24. April 1883 Kissingen) ist eine Große Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken und liegt im Tal der Fränkischen Saale am südlichen Rand der Vorrhön. Der Kurort ist bayerisches Staatsbad, ältester Gradierstandort Europas und hat den ältesten Golfplatz Bayerns (1911). Bad Kissingen besitzt das wohl größte Ensemble historischer Kurbauten, die um den Kurgarten, insbesondere unter Ludwig I., im bayerischen Klassizismus errichtet wurden. Als Ergebnis jährlicher Emnid-Umfragen ist Bad Kissingen der bekannteste Kurort Deutschlands und erhielt im Sommer 2012 die Auszeichnung Rosenstadt.

Etymologie: Die Herkunft des Ortsnamens Kissingen ist in der Geschichtsforschung nahezu ungeklärt. Das Zugehörigkeitssuffix "-ing", das die Abhängigkeit einer Siedlung von einem Lehnsherrn oder Ähnlichem bezeichnet, ist in diesem Ortsnamen sekundär. Eine konsequente Schreibung mit der Endung findet sich erst ab dem 18. Jahrhundert. Möglicherweise besteht der erste Namensteil aus dem keltischen Personennamen "Citus", der durch das keltische Suffix "acum" abgeleitet wurde.

Geschichte nach 1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bad Kissingen im Anschluss an eine konstituierende Sitzung vom 17. Juli 1945 der amerikanischen Militärregierung unter Captain Merle A. Potter unterstellt. Am 27. Januar 1947 wurde die erste freie Kommunalwahl durchgeführt. Aus dieser ging die CSU mit 12 Sitzen im Bad Kissinger Stadtrat als Sieger hervor; 1952 stellte sie mit Hans Weiß den Oberbürgermeister der Stadt.

Um einen Neubeginn des Kurbetriebs zu ermöglichen, zogen sich die Amerikaner aus der Kurzone zurück (u. a. hatte die Wandelhalle der Lagerung und Reparatur von Kriegsgerät gedient). Die Manteuffel-Kaserne wurde zur Daley-Kaserne, in der US-amerikanische Soldaten stationiert wurden. Seit deren Rückzug im Jahr 1992 entstanden auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne u. a. die Städtische Musikschule, ein Kino und das Jugendzentrum. Das Königliche Kurhaushotel wurde saniert und ab dem 20. Mai 1959 von der Steigenberger Hotelgruppe als Pächter als "Steigenberger Kurhaushotel" weitergeführt.

Auf Grundlage der während der Konferenz von Jalta beschlossenen Umsiedlung von Heimatvertriebenen kamen Flüchtlinge auch nach Bad Kissingen. Allein im Jahr 1946 übersiedelten pro Monat 300 bis 400 Vertriebene in den Ort. Eine Sonderzählung vom 29. Oktober 1946 ergab, dass Bad Kissingen 9.191 Flüchtlinge beherbergte, die 16,4 % der Bevölkerung der Stadt ausmachten. Neben den Sudetendeutschen kamen die Vertriebenen zum Großteil aus Jugoslawien, Ostpreußen, Polen, Schlesien und Ungarn. Neben der Verpflegung und Arbeitsbeschaffung war die Versorgung mit Wohnungen eine Herausforderung. Nach vorläufiger Unterbringung in Behelfslagern bei Ankunft der Flüchtlinge und einem von den Wohnungsämtern in den 1950er Jahren in die Wege geleiteten Zwangssystem wurden Lösungen durch den Start von Sonderbauprogrammen im Jahr 1950 sowie der im gleichen Jahr von den Heimatvertriebenen initiierten Gründung der Gemeinnützigen Siedler- und Wohnungsbaugenossenschaft Bad Kissingen gefunden. Firmengründungen durch Heimatvertriebene schufen in Bad Kissingen zahlreiche Arbeitsplätze.

Unter Mithilfe von US-Soldaten bei den Bauarbeiten entstand im Jahr 1954 auf dem Bad Kissinger Finsterberg das Terrassenschwimmbad, da die damals genutzte, an der Saale gelegene Badeanlage den veränderten Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte. Im selben Jahr fanden im Terrassenschwimmbad die 66. Deutschen Schwimmmeisterschaften statt. Das Café der Badeanlage, die zu seiner Entstehungszeit zu den modernsten in Europa gehörte und auch heute noch zu den schönsten in Bayern zählt, steht unter Denkmalschutz.

Im 20. Jahrhundert setzte sich die Tendenz fort, dass sich das Kurgastprofil vom Adel und gehobenem Bürgertum immer mehr auf "Sozialgäste" verlagerte, wie die von Krankenkassen eingewiesenen Kurgäste genannt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Sozialversicherungsträger in der Stadt Kliniken. Die Deutsche Rentenversicherung Bund betreibt heute die Rhön-Klinik für psychosomatische Erkrankungen und die Saale-Klinik, die auf Stoffwechsel-Erkrankungen, insbesondere Diabetes spezialisiert ist.

Nachdem König Ludwig I. die 1830 gegründete Bad Kissinger Spielbank 1849 hatte schließen lassen, eröffnete der Bayerische Staat im Jahr 1955 die neue Spielbank, die 1968 an ihren heutigen Standort, das frühere "Luitpold-Casino", verlegt wurde.

Die Gebietsreform von 1972 betraf auch Bad Kissingen. In deren Rahmen wurde dem damaligen Stadtrat und heutigen Kreisheimatpfleger Werner Eberth die Gemeindeaufsicht übertragen. Auf seine Initiative geht die Abwicklung der Gebietsreform durch Eingemeindungsverträge zurück. Durch die Reform wurden Albertshausen, Arnshausen, Garitz, Hausen, Kleinbrach, Poppenroth, Reiterswiesen und Winkels neue Stadtteile von Bad Kissingen; Albertshausen und Poppenroth konnten auf diese Weise eine Eingemeindung nach Oberthulba vermeiden. Einige Orte, die nach Bad Kissingen eingemeindet werden wollten, mussten sich anderen Gemeinden anschließen; Waldfenster und Stralsbach gingen wegen der räumlichen Entfernung zu Bad Kissingen nach Burkardroth, Wirmsthal ging an Euerdorf, Großenbrach an Bad Bocklet. Bad Kissingens Bevölkerungszahl wuchs so im Juli 1972 von 12.429 auf 21.916; aus der kreisfreien Stadt wurde die "Große Kreisstadt". Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich das Konzertleben nur langsam von den Folgen des Nationalsozialismus erholen. Zwar fanden in unregelmäßigen Abständen klassische Konzerte im Regentenbau statt, eine Veranstaltungsreihe aber existierte nicht. Das 1956 von Bürgern ins Leben gerufene Kulturprojekt "Twister" öffnete Bad Kissingen für Populärmusik der damaligen Zeit, der 1961 unter diesem Namen gestartete Club diente als Sprungbrett für später deutschlandweit bekannte Künstler. So trat 1963 Bata Illics Band "Grandpa's Whites" oder 1969 Udo Lindenberg mit seiner ersten Band "Free Orbit" für jeweils drei Monate mehrmals wöchentlich im "Twister" auf. 1972 löste sich der zugehörige Kulturverein auf und der Club wurde geschlossen. Um dem Kulturbetrieb der Stadt neue Impulse zu verleihen, fand 1986 nach zweijähriger Vorbereitung im Rahmen der Zonenrandförderung erstmals der "Kissinger Sommer" statt; das Musikfestival, in dessen Rahmen Künstler wie Cecilia Bartoli, Lang Lang oder David Garrett überwiegend klassische Konzerte geben, hat im Lauf der Zeit einen weltweiten Ruf erworben. Seit 1999 findet in Bad Kissingen mit dem "Kissinger Winterzauber" eine weitere Veranstaltung dieser Art statt.

In Folge der Gesundheitsstrukturreform von 1996 führten Änderungen im Bereich der Gesetzgebung zu Arbeitsplatzverlusten. Die Zahl der Übernachtungen sank von 1,9 Millionen (1995) auf nur noch 1,4 Millionen (1997 und 1998) bei 140.000 Gästeankünften. Nach Umwandlung der vormals staatlichen Kurverwaltung und des kommunalen Bäderbetriebs in die privatwirtschaftlich ausgerichtete Bayerisches Staatsbad Bad Kissingen GmbH gelang es, neue Gästepotenziale zu erschließen. Im Jahr 2003 zählte man als neuen Rekord 1,55 Millionen Übernachtungen bei knapp 190.000 Gästen, 2008 fiel der Wert wieder auf 1,48 Millionen Übernachtungen bei 220.000 Gästen. Nach den Ergebnissen mehrerer repräsentativer Emnid-Umfragen (jährlich seit 1999) darf sich Bad Kissingen "bekanntester Kurort Deutschlands" nennen. 2004 war Bad Kissingen eine von sechs Städten, die bei der "Entente Florale Europe" mit einer Goldmedaille geehrt wurden. Im Rahmen dieses alljährlich stattfindenden Wettbewerbs wird europaweit die Attraktivität des Stadtbildes der teilnehmenden Städte anhand der vorhandenen Grünflächen und Bepflanzung bewertet.

Mit der KissSalis Therme, deren Name auf eine Idee des damaligen Stadtrates Johannes R. Köhler zurückgeht, hat Bad Kissingen seit Februar 2004 auch eine Heilbadelandschaft, deren Thermalwasser aus dem Schönbornsprudel gespeist wird. Von 2010 bis 2012 wurden die Wasserleitungen zwischen Schönbornsprudel und KissSalis-Therme erneuert.

Im Dezember 2004 wurde die DCFA (Deutsch-Chinesische Fußballakademie) in Bad Kissingen gegründet, die 2008 in die Insolvenz ging. Auf Einladung der DCFA trainierte das chinesische "08-Star-Team" 2005 gelegentlich in der Kurstadt, um sich auf die Olympischen Spiele 2008 in China vorzubereiten. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 logierte und trainierte das Team aus Ecuador mehrere Wochen in der Stadt.

Nach einem starken Hochwasser im Januar 2003 wurde im Herbst 2005 mit dem Bau eines Hochwasserschutzsystems im Bad Kissinger Kurgebiet begonnen, das im Juni 2007 eingeweiht wurde. Am 8. Oktober 2008 beschloss der Stadtrat, im Rahmen des "Stolpersteine"-Projekts des in Köln lebenden Künstlers Gunter Demnig zum Gedenken der im NS-Regime umgekommenen Juden auch Stolpersteine in Bad Kissingen zu verlegen.

Am 31. Oktober 2010 endete der Hotelbetrieb des Steigenberger Kurhaushotels, als sich der Freistaat Bayern aufgrund der Kosten für die durch Brandschutzbestimmungen erforderliche Modernisierung des Gebäudes in Höhe von 30 Millionen Euro aus dem Pachtvertrag zurückzog. Der Freistaat Bayern und der Kissinger Stadtrat wollten ein neues 5-Sterne-Hotel auf dem Anwesen. Unter den Bewerbern setzte sich die "Feuring Hotelconsulting GmbH" durch, die einen teilweisen Umbau des Anwesens unter Bewahrung der unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz vorschlug. Ende November 2012 stellte der Bayerische Landtag einen Betrag von neun Millionen Euro zur Verfügung, um entstandene Finanzierungslücken zu schließen. Da die "Feuring Hotelconsulting GmbH" jedoch kein geeignetes Konzept vorlegen konnte, wurde der Abbruch des Steigenberger Kurhaushotels beschlossen, der Ende 2014 umgesetzt wurde.

Am 28. Juni 2012 wurde Bad Kissingen von der "Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde" mit dem Prädikat "Rosenstadt" ausgezeichnet.

Text: Wikipedia

Ortstafel Colmar

Colmar

Colmar ist nach Straßburg und Mülhausen die drittgrößte Stadt im Elsass und Hauptstadt des Départements Haut-Rhin (Frankreich). Zum 1. Januar 2014 zählte sie 68.784 Einwohner sowie 120.367 im Großraum.

Colmar liegt an der Elsässer Weinstraße und bezeichnet sich gern als Hauptstadt der elsässischen Weine. Die Stadt ist berühmt für ihr gut erhaltenes architektonisches Erbe aus sechs Jahrhunderten und für ihre Museen, darunter das Unterlinden-Museum mit dem Isenheimer Altar.

Colmar ist die Geburtsstadt berühmter Künstler wie Martin Schongauer, Frédéric-Auguste Bartholdi, Ernst Stadler und Jean-Jacques Waltz.

Geschichte: Schwendi-Brunnen von Frédéric-Auguste Bartholdi, errichtet 1898 zu Ehren von Lazarus von Schwendi.

Colmar (lateinisch: Columbaria) wurde als Königsgut unter dem Namen Columbarium (Fiscum) ("Taubenhaus", auch Kolumbarium) im Jahr 823 erstmals urkundlich erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts – wahrscheinlich nach 1214 – wurde der Ort Colmar auf Veranlassung des Landvogts Albinus Wölfel (oder Wölfelin) mit einer Ringmauer umgeben, die 1220 fertiggestellt war. 1226 wurde Colmar durch eine Urkunde des römisch-deutschen Kaisers Friedrich II. zur Stadt erhoben und Freie Reichsstadt.

Der Rat der Stadt übergab 1360 die Macht an die Berufskorporationen. Im 14. Jahrhundert trat Colmar dem Zehnstädtebund bei. Seit 1564 bestand in Colmar wie in anderen Städten am Oberrhein eine bekannte Meistersinger-Schule. Josel von Rosheim führte 1548 einen Prozess für die Juden der Stadt Colmar vor dem Reichskammergericht wegen des seiner Ansicht nach unzulässigen Marktverbotes der Stadt für sie.

Am 15. Mai 1575 wurde in der Franziskanerkirche in Colmar der erste reformierte Gottesdienst abgehalten, heute Église protestante Saint-Matthieu. Trotz der geographischen Nähe zu wichtigen Zentren der protestantischen Bewegung wie Straßburg, Basel und Schlettstadt hatten die Colmarer Protestanten erst nach einem halben Jahrhundert zähen Ringens die Genehmigung ihrer liturgischen Bräuche durch die Stadtverwaltung durchsetzen können.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Colmar 1632 von schwedischen Truppen belagert und eingenommen.

Truppen des französischen Königs Ludwigs XIV. besetzten Colmar im Jahr 1673. Mit dem Frieden von Nimwegen 1679 wurde Colmar Frankreich zugeschlagen und Sitz der "Allgewaltigen Ratsversammlung der Provinz Elsass". Colmar wurde 1791 Sitz der Verwaltung des Departements Haut-Rhin. Im 19. Jahrhundert besaß Colmar eine leistungsfähige Textilindustrie.

Nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) wurde Colmar Teil des neugebildeten Reichslandes Elsass-Lothringen im Kaiserreich, die Stadt wurde Hauptstadt des Bezirks Oberelsass und Sitz eines eigenen Oberlandesgerichtes. 1902 wurde in der Stadt der Betrieb der Straßenbahn eröffnet, die 1960 stillgelegt wurde.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Colmar 1918–1919 zusammen mit dem übrigen Elsass wieder ein Teil von Frankreich. In der folgenden Zeit war die Stadt, Heimat und Hauptwirkungsstätte des deutschfeindlichen Zeichners Hansi, Austragungsort zweier Konfrontationen im Rahmen der schwierigen Wiedereingliederung des Elsass in das zentralistische und assimilatorische Frankreich. Am 22. August 1926 kam es zu den als Blutiger Sonntag von Colmar bekannten Übergriffen französischer Nationalisten auf eine von der Präfektur erlaubte Versammlung elsässischer Autonomisten, bei denen Gendarmen die Angreifer unterstützten und Autonomisten verhafteten. 1928 war die Stadt Schauplatz des Komplott-Prozesses von Colmar, eines politisch bestimmten Verfahrens gegen einige "Heimatrechtler" und "Muttersprachler" (u. a. Karl Roos, Joseph Rossé, Eugène Ricklin, Robert Ernst), welche teils die graduellen Errungenschaften regionaler Selbstbestimmung aus der deutschen Zeit (1911) zu behalten suchten, teils für die Wiederangliederung an das Reich kämpften und von Frankreich als Separatisten betrachtet wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Colmar 1940 nach der Niederlage Frankreichs als Teil des Reichsgaus Baden-Elsass de facto dem Großdeutschen Reich angeschlossen. Ab 1942 wurden die Männer von Colmar in die Wehrmacht eingezogen. Am 2. Februar 1945 wurde die Stadt nach erbitterten Kämpfen in der Kesselschlacht von Kolmar (frz. Poche de Colmar), der letzten großen Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf französischem Territorium, durch die Westalliierten befreit und gehört seitdem wieder zu Frankreich.

Mit der Gründung der Weinmesse Foire aux vins und des Musikfestivals Festival international de Colmar erhielt Colmar 1947 beziehungsweise 1980 zwei der international bekanntesten alljährlichen Veranstaltungen des Elsass.

Text: Wikipedia

Ortstafel Lignano Sabbiadoro

Lignano Sabbiadoro

Lignano Sabbiadoro ist ein Badeort an der italienischen Adria-Küste in der Provinz Udine der Region Friuli-Venezia Giulia (Friaul-Julisch Venetien) mit 6950 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015). Der Ort besteht aus drei Teilen: Sabbiadoro (im Nordosten, beinamensgebend für den gesamten Ort), Pineta und Riviera (an der Mündung des Tagliamento).

Geschichte: Der Name Lignano für das Gebiet der heutigen Stadt (das 1420 an die Republik Venedig fiel) ist aus dem 15. Jahrhundert belegt und deutet möglicherweise auf einen Besitzer namens Linunus hin. Die venetianischen Dogen belehnten im Laufe der Geschichte verschiedene Adelsfamilien mit dem Landstück. Eine davon, die Familie Vendramin in Latisana ließ im 16. Jahrhundert die St. Zacharias-Kirche im damaligen Weiler Pineda (im heutigen Stadtteil Pineta) erbauen. Sie diente vor allem den Fischern, denn Pineda selbst war für eine Kirche zu klein (es bestand 1466 nur aus zwei Häusern). Für den Hafen von Lignano gab es später eine Kontrollstation, die im Jahre 1813 70 Einwohner hatte.

Dennoch ist das heutige Lignano eine sehr junge Stadt. Vor ihrer Entwicklung bestand die Halbinsel aus Sumpf- und Baumland und war nur von wenigen Bauernfamilien ganzjährig bewohnt. Dazu kamen die saisonalen Aufenthalte der Fischer von Marano, die vorübergehend in mit Schilf verkleideten Holzhütten (casoni) wohnten.

Der älteste Teil ist Sabbiadoro (zu deutsch: goldener Sand), das bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Marano aus mit dem Boot als Badestrand genützt wurde. 1903–1904 wurde eine Badeanstalt aus Holz errichtet und vor allem von Sonntags-Ausflüglern benutzt.

Das erste Hotel (das Marin, das dem Bürgermeister von Marano gehörte) wurde 1905 gebaut, gefolgt von den Hotels Friuli und Vittoria. Dennoch war die weitere Entwicklung Lignanos wegen der sumpfbedingten Malaria damals fragwürdig und erlitt auch durch den Ersten Weltkrieg einen weiteren Rückschlag.

1924 wurde die erste Seeterrasse (an der Stelle der heutigen Terrazza al mare, ein Projekt des Architekten Provino Valle) fertiggestellt, mit der die stagnierende Entwicklung Lignanos wieder einen Aufschwung nahm. Ein weiterer wichtiger Punkt war die bessere Landanbindung durch eine neue Straße von Latisana nach Lignano mit einer Dreh-Brücke über einen dazwischen liegenden Kanal sowie die Ausrottung der Malaria durch Trockenlegung der Sumpfgebiete. In den 1930er Jahren wurden ein Kinderlandheim und eine Kirche gebaut. Damals zählte Lignano etwa 60.000 meist italienische Sommergäste. 1935 wurde dem Ortsnamen aus Werbegründen der Zusatz Sabbiadoro angefügt.

In den 1950er Jahren erfolgte die Gründung von Lignano Pineta (benannt nach dem dortigen Pinienwald) südwestlich von Sabbiadoro. Dort verwirklichte Marcello D'Olivio einen sehr ungewöhnlichen städtebaulichen Plan: eine Straße, die vom Zentrum Pinetas ausgehend in einer Spirale nach außen führt. Die einzelnen Windungen dieser Spirale haben einen Abstand von 100 Metern.

1959 wurde Lignano eine eigenständige Gemeinde. Der durch den Wirtschaftsaufschwung bedingte Massentourismus ließ danach die Zahl der Feriengäste von 1,8 Millionen (Anfang der 1960er Jahre) auf über 6 Millionen (1975) ansteigen. Dieser Rekordwert wurde seither nicht mehr erreicht.

Text: Wikipedia

Ortstafel Sanuki

Sanuki

Die Stadt Sanuki wurde am 1. April 2002 aus den ehemaligen Gemeinden Tsuda, Okawa, Shido, Sankawa und Nagao des Landkreises Okawa gegründet. Dem Namen der Stadt liegt der alte Provinzname Sanuki zu Grunde.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Drei Tempel des Shikoku-Pilgerwegs, Shido-ji, Nagao-ji und Ökubo-ji.

Text: Wikipedia

Ortstafel Sopron

Sopron

Sopron (deutsch Ödenburg, burgenländisch-kroatisch Šopron) ist eine Stadt im Nordwesten von Ungarn, südwestlich des Neusiedler Sees. Sie hat über 60.000 Einwohner und liegt im Komitat Gyor-Moson-Sopron (deutsche Entsprechung: Verwaltungsbezirk Raab-Wieselburg-Ödenburg). Das Stadtgebiet wird von der Ikva durchflossen und ragt wie ein Sporn in österreichisches Staatsgebiet.

Sopron liegt etwa 70 Straßenkilometer südlich von Wien und 210 km westlich von Budapest, ist eine der ältesten Städte Ungarns und gilt als Brücke zwischen Ungarn und seinen westlichen Nachbarn. Sopron ist Universitätsstadt; die Westungarische Universität wurde hier im Jahre 1735 gegründet. Aufgrund seiner Rolle in der Reformation wurde Sopron 2016 der Ehrentitel "Reformationsstadt Europas" durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.

Geschichte: Das Gebiet um Sopron war bereits in der frühen Eisenzeit besiedelt. Aus der Hallstattzeit stammen die Kalenderbergurnen, die den Ort in der archäologischen Welt bekannt gemacht haben. Die Römer gründeten an der Stelle des heutigen Sopron die Siedlung Scarbantia, einen Handelsplatz an der Bernsteinstraße. Anstelle der römischen Befestigung wurden im Mittelalter die Stadtmauern erbaut. Der heutige Marktplatz war das ehemalige römische Forum.

In der Zeit der Völkerwanderung war die Stadt eine Wüstung, bis sie im 10. Jahrhundert von eingewanderten magyarischen Stämmen wieder neu besiedelt wurde.

1277 erhielt Sopron den Titel einer königlichen Freistadt, als es sich der Belagerung durch König Ottokar von Böhmen widersetzte.

Von 1459 bis 1462 war die Stadt vorübergehend von habsburgisch, wurde aber mit dem Frieden von Ödenburg wieder Ungarn zugesprochen.

1526 fiel mit Ungarn auch Ödenburg per Erbgang an Habsburg. Ödenburg verblieb aber im ungarischen Reichsteil der Habsburger Monarchie.

1529, während der ersten Wiener Türkenbelagerung, konnte sich die Stadt erfolgreich gegen eine Besetzung durch die osmanischen Truppen wehren, während das Umland von den belagernden Truppen geplündert wurde.

Sopron gilt als eines der Zentren der Reformation in Ungarn.

Ein Feuer zerstörte im Jahr 1676 weite Teile der Stadt. Daraufhin wurde die Stadt im Barock-Stil wiederaufgebaut, was auch heute noch das Stadtbild prägt.

Bei der zweiten Wiener Türkenbelagerung ergab sich im Jahre 1683 die Stadt Ödenburg der osmanischen Streitmacht unter Kara Mustafa. Nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen (HRR) über die osmanische Streitmacht huldigten die Ödenburger Stadtväter dem römisch-deutschen Kaiser in Wien.

Im 17. Jahrhundert wurden in der Geißkirche die Vizekönige Ungarns gekrönt, zudem fanden dort die Reichstage statt.

1896 wurde anlässlich der Feierlichkeiten zur eintausendsten Wiederkehr der Einwanderung der Magyaren unter Großfürst Árpád im Jahr 896 (Ungarisches Millennium) das Rathaus errichtet.

Nach dem Ersten Weltkrieg sollte Sopron Hauptstadt vom neu gebildeten österreichischen Bundesland Burgenland werden, was die Volksabstimmung in Ödenburg verhinderte.

Im Juli 1944 wurden 1885 jüdische Bürger nach Auschwitz deportiert. Die orthodoxe jüdische Gemeinde hörte nach 1956 auf zu bestehen. Im Stadtteil Balf befand sich 1944/45 das Lager Balf. Am 1. April 1945 besetzten Truppen der Roten Armee Sopron.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil der ungarndeutschen Einwohnerschaft der Stadt vertrieben.

Viele ehemalige Ödenburger kamen nach Bad Wimpfen, wo schon in den Nachkriegsjahren Ödenburger Heimattreffen stattfanden, so dass sich bereits 1951 eine Patenschaft und später eine Städtepartnerschaft zwischen den Städten entwickelt hat. In Bad Wimpfen formierte sich auch der Kulturverein für Ödenburg und Umgebung, der unter Eugen Schusteritsch das Ödenburger Heimatmuseum eingerichtet hat.

Bei Sopron fand am 19. August 1989 das Paneuropäische Picknick statt, bei dem 661 DDR-Bürger über die Grenze nach Österreich in die Freiheit gelangten. Am Ort dieses Ereignisses werden jährlich Gedenkfeiern veranstaltet.

Heute ist Sopron ein aufstrebender Wirtschaftsstandort in Westungarn, der wirtschaftlich eng mit dem Nachbarland Österreich verbunden ist. In den 1990er Jahren war die Stadt ein attraktives Einkaufsziel für die Bewohner des Ballungsraumes Wien. Dies brachte der Stadt auch den Spitznamen Shop-ron ein, was der ungarischen Aussprache entspricht.

Text: Wikipedia

Ortstafel Wr. Neustadt

Wr. Neustadt, 3-Städte-Freundschaft gemeinsam mit Sopron

Wiener Neustadt ist mit 43.863 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2016) nach der Landeshauptstadt St. Pölten die zweitgrößte Stadt Niederösterreichs und liegt etwa 50 km südlich der Bundeshauptstadt Wien im Industrieviertel. Sie ist Statutarstadt und Verwaltungssitz des Bezirkes Wiener Neustadt-Land und eine Schul-, Einkaufs- und Garnisonsstadt. Wiener Neustadt ist die elftgrößte Stadt in Österreich.

Wiener Neustadt gehört zu jenen Städten, die bereits als Stadt gegründet und in ihrer Anlage geplant wurden. Errichtet wurde die Stadt im Steinfeld, dem südlichsten Teil des Wiener Beckens, einem Gebiet, das mit Blick auf seine natürlichen Gegebenheiten für die natürliche Entstehung einer mittelalterlichen Ansiedelung kein idealer Ort war. Die Stadtgründung hatte politisch-strategische Gründe. Durch die Georgenberger Handfeste (17. August 1186) war das Herzogtum Steiermark mit der Grafschaft Pitten nach dem Aussterben der Traungauer (Ottokare) im Jahr 1192 an die Babenberger (Liutpoldiner) gefallen, die über das benachbarte Herzogtum Österreich herrschten und mit der Errichtung einer befestigten Stadt die gemeinsame Grenze der beiden Herzogtümer gegen das ungarische Königreich zu sichern trachteten. Das Lösegeld, das Herzog Leopold V. für den englischen König Richard Löwenherz erhalten hatte, brachte das notwendige Kapital, um die Neustadt (Nova Civitas) bauen zu können. (Der Namenszusatz "Wiener" setzte sich zur besseren Unterscheidung erst im 17. Jahrhundert durch.) Der Beschluss zur Stadtgründung wurde auf einem Taiding (einer Versammlung der Ministerialen) in Fischau im Spätsommer oder Herbst 1194 gefasst. Dieses Gründungsdatum ist allerdings nicht unumstritten, so deuten genaue Messungen auf der Basis der Längsachse des heutigen Doms daraufhin, dass zumindest mit dem Bau von diesem bereits im Jahr 1192 begonnen wurde Gesichert scheint jedenfalls, dass nach Leopolds plötzlichem Tod die Errichtung der Stadt unter seinem Sohn und Nachfolger Herzog Leopold VI. im Jahr 1195 bereits begonnen hatte. Die damalige Anlage lehnte sich an die Form eines römischen Lagers an. Der Grundriss der Stadt entsprach einem Parallelogramm mit einer Seitenlänge von 620 m an der Südseite und 685 m an der Westseite. Das Stadtgebiet wurde von vier Hauptstraßen, die nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet waren und zu den Stadttoren führten, in vier Viertel unterteilt. Für das Zentrum war ein Platz als Markt in einer Ausdehnung von 180 × 80 m vorgesehen, im nordwestlichen Viertel wurde ein weiterer Platz als Standort der Pfarrkirche und des Friedhofs geplant. Die Stadt wurde durch eine 5 m hohe und 1 m starke aus Stein gefügte Stadtmauer umgeben, die an den Ecken durch massive Ecktürme verstärkt war; die vier Stadttore wurden zusätzlich durch Türme gesichert. Die Stadtmauern wurden von einem Graben umgeben, der durch örtliche Bäche und vor allem durch den Kehrbach gespeist wurde. Der neugründeten Stadt wurden wichtige Privilegien erteilt, um ihr Gedeihen zu fördern, sie erhielt die volle Gerichtsbarkeit und das Marktrecht. Spätestens unter Herzog Friedrich dem Streitbaren wurde außerdem die landesfürstliche Münzstätte von Fischau in die Neustadt verlegt. Auch für Wiener Neustadt galt Stadtluft macht frei nach Jahr und Tag.

Text: Wikipedia

Wappen

Wappen Eisenstadt Das Wappen der Freistadt Eisenstadt zeigt einen roten Schild, aus dessen Fußrand ein silberfarbener, schwarz ausgefugter Quaderturm mit drei sichtbaren Zinnen auf einem sich seitlich etwas verbreiternden Unterbau emporragt. Der Turm weist ein viereckiges schwarzes Fenster mit silberfarbenem Gitter und unter diesem ein schwarzes, offenes, halbrundes Tor auf, das mit einem zur Hälfte herabgelassenen silberfarbenen Fallgatter versichert ist. Auf dem Zinnenkranze des Turmes steht ein schwarzer, rotbezungter und golden bewehrter Adler mit den Insignien F III (Ferdinand III.) auf der Brust. Auf dem Hauptrande des von einer ornamentierten bronzefarbenen Einfassung umgebenen Schildes ruht eine silberfarbene Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen.

Einige Ansichten in und um Eisenstadt.

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Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Esterházy mit Schlosspark und Leopoldinentempel, die Gloriette, die Bergkirche, der Dom St. Martin, die Franziskanerkirche und Kloster St. Michael etc. zeugen heute von der kulturhistorischen Bedeutung der Freistadt Eisenstadt.

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