|
Lenti ist eine im
Komitat Zala gelegene ungarische Stadt. Auf einer
Fläche von 73,8 km˛ leben 8.541 Einwohner (2001).
Geografie: Lenti ist ein Unterzentrum in Westungarn
mit Thermalheilbad, es liegt in einer Entfernung von etwa 80 km zum Plattensee
unweit der österreichischen, (35 km) slowenischen (15 km) und kroatischen (25
km) Grenze in der Nähe (32 km) der Stadt Zalaegerszeg.
Geschichte: Die erste Erwähnung stammt aus dem
Jahre 1237. Der Name wurde als Nempthy (Németi) geschrieben, was auf die
Anwesenheit von deutschen Ansiedlern hindeutet. In den 16. und 17. Jahrhunderten
spielte es eine wichtigere Rolle, als während der Türkenkämpfe neben dem
sumpfigen Kerka-Fluss auf einer Insel seine immer mehr an Bedeutung gewinnende
Burg erbaut wurde. Nach den Kämpfen hat die Siedlung an Bedeutung verloren, erst
in den letzten Jahrzehnten wurde sie wieder als wichtig beurteilt. Einige
Kilometer von Lenti liegt Rédics, es ist eine Grenzübergangsstelle nach
Slowenien mit regem Grenzverkehr.
Denkmäler und Sehenswürdigkeiten: Die Burg ist ein
Speichergebäude im Barockstil aus dem 18. Jahrhundert, neben dem Kerka-Fluss, in
L-Form. Um sie herum befindet sich ein kleiner Teich.
Die römisch-katholische Kirche wurde in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts
erbaut. Daneben stehen ein Dreifaltigkeitsdenkmal und die Skulptur von Stefan
dem Heiligen (1996, János Béres).
Ein Glockenstuhl befindet sich in Lentiszombathely (aus dem 18. Jahrhundert) und
in Bárszentmihályfa (aus dem 20. Jahrhundert).
Thermalbad: Im Jahre 1970 wurde 40 °C warmes Wasser
gefunden, das Thermalbad wurde im Jahre 1978 eröffnet, seitdem entwickelt es
sich zunehmend. Heute werden die überdachten Becken und die Anlagen unter freiem
Himmel bei den Gästen im In- und Ausland immer beliebter. Eine Besonderheit
stellt der zum Bad gehörende Energiepark dar, in dem laut Eigenwerbung die
sogenannten St.-Georg-Linien verlaufen, in denen sich Erdstrahlung bündeln soll.
Text: Wikipedia |