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Der Sajó (ungarisch) bzw. Slaná (-slowakisch; deutsch
selten die Salz, Salza oder Salzbach) ist ein etwa 300 km langer Fluss in der
mittleren Slowakei und im nordöstlichen Ungarn. Er fließt in südöstlicher
Richtung zur
Theiß - die den Großteil Ungarns und Rumäniens entwässert - und
nimmt unter den slowakischen Flüssen etwa den fünften Rang ein (unter jenen von
Ungarn einen geringeren).
Der größte Quellfluss der Slaná heißt Rimava. Er entspringt genau im Zentrum der
Mittelslowakei, südlich von Brezno zwischen den etwa 1400 Meter hohe Bergen des
Slowakischen Erzgebirges (Slovenské rudohorie). Die verschiedenen Erze der
abwechslungsreich gefärbten Gesteine werden seit dem Mittelalter abgebaut und
haben dem Gebiet einen gewissen Wohlstand gebracht. Heute sind jedoch viele der
Bergwerke stillgelegt.
Nur etwa 20 km entfernt entspringen fünf weitere große Flüsse: der Hnilec und
der
Hernád (beide nach Osten zur Theiß), die
Waag (slowakisch Váh) und der Hron (deutsch auch Gran, deren lange Täler sich
nach Westen zur Donau wenden), und der kürzere Ipel
(deutsch Eipel) in südlicher Richtung gegen Budapest.
Auf den nächsten 100 Kilometern vereinigt sich die Rimava in der Region von
Rimavská Sobota mit mehreren anderen Zuflüssen und heißt ab nun Slaná. Die
begleitenden Hügel- und Bergketten werden in der Slowakei heute Rimavská kotlina
(Teil der Juhoslovenská kotlina) genannt.
Bei Putnok verlässt der nun gemächlichere Fluss die Slowakei und tritt in das
Gebiet des Nördlichen Ungarischen Mittelgebirges ein. In Ungarn heißt der Fluss
Sajó. Er durchfließt die Städte Kazincbarcika und Sajószentpéter (St. Peter am
Sajo), deren geringe Meereshöhe von etwa 130 Meter an die nahe Große Ungarische
Tiefebene erinnert. Nach einer abwechslungsreichen Passage des 960 m hohen
Bükk-Gebirges kommt schließlich die regionale Haupt- und Universitätsstadt
Miskolc in Sicht. Hier hat eine
traditionsreiche Bergbaufakultät ihren Sitz.
Wenige Kilometer weiter vereinigen sich der Fluss mit dem etwa gleich großen
Hérnád (slowakisch Hornád) und mäandriert nun in mehreren Schlingen dem
beherrschenden Strom der Theiß (ungarisch Tisza)
zu. Zu deren Einzugsgebiet von 160.000 km² (fast 2x Ungarn) tragen Sajó und
Hernád etwa ein Zehntel bei.
Text: Wikipedia |