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Die Donau ist nach der Wolga der zweitlängste Strom in
Europa. Je nach Definition misst sie 2845 oder 2888 Kilometer (siehe
Donauquelle). Die Donau entspringt im Schwarzwald. Sie durchquert das nördliche
Alpenvorland, die Pannonische Tiefebene und das Rumänische Tiefland. Dabei
entwässert sie weite Teile des südlichen Mitteleuropas und Südosteuropas. Die
Donau mündet in einem ausgedehnten Delta ins Schwarze Meer. Dies ist wegen
seiner ökologischen Bedeutung Biosphärenreservat.
In Cunovo, dem südlichsten Stadtteil Bratislavas an der ungarischen Grenze,
teilt sich die Donau. Nur der nördliche Arm bildet die weitere
slowakisch-ungarische Staatsgrenze. Der südliche Arm namens Mosoni Duna
durchfließt kurz nach seiner Abtrennung vom Hauptarm ausschließlich ungarisches
Territorium. An seinen Ufern liegt die Industrie-, Handels- und
Universitätsstadt Győr. Hier mündet die Raab ein. Östlich von Györ fließt Mosoni
Duna wieder in den Hauptarm.
Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Donaubrücke in Esztergom, Ansicht von 1969Die
für Ungarn historisch wohl bedeutendste Stadt am weiteren gemeinsamen Flusslauf
noch vor dem Donauknie ist die ehemalige Hauptstadt Esztergom.
Nahe der Einmündung des Ipoly verlässt die Donau bei Szob die Staatsgrenze und
ist nun an beiden Ufern ungarisch. Kurz darauf stößt sie auf das
Börzsöny-Gebirge und wird von diesem zwischen Gerecse- und Pilisgebirge nach
Süden abgedrängt. Der Lauf der Donau ändert sich hier in einer eindrucksvollen
Landschaft, dem Donauknie bei Visegrád, um rund 90 Grad. Von nun an fließt sie
anstatt von West nach Ost wie bisher über rund 500 Kilometer strikt nach Süden.
Nach ungefähr 40 Kilometern durchfließt die Donau Budapest, die Hauptstadt von
Ungarn, welche mit 1,8 Millionen Einwohnern größte Stadt entlang des Donaulaufs
ist. Hier erreicht sie eine Breite von 400–500 Metern. Budapest ist flussabwärts
die letzte Stadt, die beidseitig der Donau liegt. Zugleich verlässt die Donau
hier das ungarische Mittelgebirge und tritt in die Große Ungarische Tiefebene
ein, deren westliche Grenze sie selbst markiert. Nachdem sie zahlreiche kleinere
Städte wie Dunaújváros, Baja, Paks und Kalocsa passiert hat, verlässt sie kurz
hinter Mohács das ungarische Staatsgebiet. |