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Die Bega (rumänisch ebenfalls Bega, ungarisch Béga,
serbisch Begej/Бегеј), oft auch Begakanal genannt, ist ein 254 km langer
rumänisch-serbischer Fluss, welcher im Banater Gebirge entspringt und bei Titel
in der serbischen Provinz Vojvodina in die Theiß
mündet, welche wiederum in die Donau entwässert. Der Fluss entsteht durch den
Zusammenfluss der Flüsse Bega Luncanilor und Bega Poieni. Größte Stadt im
Verlauf der Bega ist Timisoara (Rumänien). Besonderheit der Bega ist ihr
geringes Gefälle von nur 18 Zentimetern je Kilometer; sie wurde in weiten Teilen
kanalisiert und ist größtenteils schiffbar. Das Einzugsgebiet der Bega beträgt
etwa 2878 Quadratkilometer.
Geschichte: Der Bau des Bega-Kanals galt als eine hervorragende Leistung
seiner Zeit und stand unter der Führung des Grafen Claudius Florimund Mercy
(1666–1734). Vor der Kanalisierung bot die Bega in wildem, ungeregeltem Lauf dem
ausgedehnten Sumpfgebiet im Westen reiche Nahrung. Die Ableitung der Sümpfe
erschien Mercy eine aus strategischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt
sanitären Gründen gebotene Notwendigkeit. Unter technischer Leitung von
militärischen Fachleuten wurde 1727–1733 der Kanal angelegt. Das resultierende
Austrocknen der Sümpfe ließ so neues, fruchtbares Ackerland entstehen, die
Banater Heide.
1754 wurde der Kanal mit dem Durchschnitt-Kanal ausgehend von Ittebe verbessert.
1759 wurde der unter General von Engelshofen vernachlässigte Begakanal unter der
Leitung des holländischen Ingenieurs Max Fremaut erweitert und mit der Temesch
durch zwei Schleusen verbunden. Bei Hochwasser hatten sich die Wassermassen der
Donau am Eisernen Tor zurückgestaut. Dieser Rückstau ließ den Grundwasserspiegel
in der Banater Ebene steigen, und die im Mittelbanat ansässig gewordenen Siedler
unter dem resultierenden Sumpffieber leiden. So wurden in diesem Projekt auch
die Ilantscher und den Alibunarer Sümpfe südlich von Timisoara trockengelegt.
Zwischen 1833 und 1837 wurde das alte Bett der Bega durch einen Kanal von Bobda
bis Jankov Most verkürzt.
1945 fanden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten statt. 1958 stellte Rumänien
den Schiffsverkehr mit den Nachbarstaaten auf dem Bega-Kanal ein. 1967 wurde der
Kanal für die kommerzielle Schifffahrt geschlossen.
Der Kanal wird zur Zeit ausgebaut und sollte ursprünglich bis 2010 wieder
schiffbar werden, jedoch verzögerten sich die Arbeiten wegen finanzieller
Engpässe. Im Zuge dieser Arbeiten sollen 60,2 Kilometer von Lugoj bis zur
serbischen Grenze entschlammt werden, wobei voraussichtlich rund 700.000
Kubikmeter Schlamm aus dem Kanal geschöpft werden. Es wird erwartet, dass
hierdurch ein Teil der Wasserfauna umkommen wird, jedoch soll die Bega zum
Abschluss der Arbeiten wieder mit Fischen bevölkert werden. Timisoara würde
damit zum Hafen am Paneuropäischen Korridor VII und mit anderen Häfen von der
Nordsee bis zum Schwarzen Meer verbunden sein. In der Stadt verbinden vierzehn
Brücken das rechte, nördliche Ufer mit dem linken Ufer der Bega.
Der Kanal soll ab Sommer 2011 wieder soweit schiffbar sein, dass dann zur
Entlastung des Verkehrs in Timisoara sechs Vaporettos sieben Haltestellen
zwischen dem Wasserkraftwerk Timisoara und dem Heuplatz (rum. Badea Cârtan)
bedienen können. Ein Abschlusstermin der Arbeiten zur Ermöglichung von
Frachtverkehr ist derzeit nicht bekannt. Die Gesamtinvestition für die Maßnahmen
beträgt 22 Millionen Euro.
Text: Wikipedia |