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Tschanigraben (Postleitzahl 7540):
Tschanigraben ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk
Güssing in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Sándorhegy.
Tschanigraben, die kleinste Gemeinde (78 Einwohner) im Burgenland und die
drittkleinste in ganz Österreich liegt südwestlich von
Inzenhof und zieht sich zumeist auf Hängen gegen die ungarische Grenze zu.
Schon viele prominente Persönlichkeiten haben diese Gemeinde auf Grund der
lieblichen und zugleich interessanten Hügellandschaft besucht
("Prominentenstraße"). Tschanigraben hat neben wunderschönen Wiesen und dichten
Wäldern mit Pilzen und Beeren auch viele Aussichtspunkte, da die Gemeinde zum
Großteil auf einem Kammrücken liegt. Der Csokerberg ist sehr leicht zu erreichen
und bietet dem Spaziergänger eine schöne Fernsicht in das Burgenland. Wer mit
dem Fahrrad unterwegs ist, wird zahlreiche Radwanderwege finden, die sich durch
die herrliche Landschaft schlängeln. Jedes Jahr im Juli veranstaltet die
Gemeinde ein Dorffest
Tschanigraben war bis um 1800 ein Ortsteil von Inzenhof.
In Kirchenaufzeichnungen wurden folgende Ortsnamen erwähnt: 1736 Schonagraben,
1765 Chanigram, 1789 - 1802 Sandorhegy gewöhnlich Sconagraben, dann Tsonagraben,
Csanagraben und Tsanagraben. Vor 1789 sehr wenig Aufzeichnungen, daher können
Familiennamen nur ab diesem Zeitpunkt eruiert werden.
1971 wurden Tschanigraben und einige andere Gemeinden
zur Gemeinde Neustift bei Güssing
vereinigt.
Seit 31. 05. 1991 ist die Gemeinde Tschanigraben
wieder politisch selbstständig.
Familiennamen in Tschanigraben von 1789 - 1802: NEUBAUER, ARTINGER,
STUIBER, KROBATH, SVETALICS, KÖPPEL (KEPPEL), PAMER, BRUNER, JOST, MULZET,
NIKLES, MEHLMAUER, FALUSI, TAKERER, KONRATH (KONRAD), ZIMITZ.
FALUSI lebten bis zum 17. Jahrhundert in Güssing. Die
Verstorbenen, wie auch die von Inzenhof, wurden nahe
der St. Emerichs-Kirche (Bilder der Kirche siehe
www.best-of-ungarn.com) bestattet. Seit 1893 hat Tschanigraben einen eigenen
Friedhof.
Zu dieser Zeit befand sich im Haus Nr. 6 bereits die Schule, davor gingen die
Kinder in St. Emerich (Szent Imre) zur Schule. Der erste Lehrer in Tschanigraben
war Gottfried LOTH, der am 28. April 1858 im Alter von 65 Jahren starb. Weitere
Lehrer waren:
NEUBAUER
Michael (war Lehrer in Tschanigraben und Inzenhof) 1858 - 1862
GLÜCKSHOFER
Michael (nur in Inzenhof) um 1864
KERSCHBAUM
Ida
JOST Franz
nach 1870
SCHREDNER
Johann in 1880er Jahren
MAYER
LOIKITS
Andreas bis 1895
Ab 1895 wurden die Kinder in Inzenhof unterrichtet.
Einwohnerzahlen: 1812 - 151, 1929 - 189.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn
(Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der
Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sándorhegy verwendet werden. Nach
Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in
den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort
gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Politik: Österreichweit bekannt ist Tschanigraben für das Wahlverhalten
seiner Bevölkerung bei Gemeinderatswahlen. Die SPÖ erreicht – mangels anderer
Listen – immer einstimmige Ergebnisse bei den gültigen Stimmen.

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |