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Sulz (Postleitzahl 7542):

In den Urkunden werden verschiedene Namen gebraucht.
Soskwt
Kupasfalwa, ungarisch, Trinkbecherdorf oder Pokaldorf
Soskut, ungarisch, zu deutsch "Salzbrunn"
Sulz, kroatische Schreibweise oder Sulz, eine Bezeichnung für Salz

Der ungarische Name lautet Sóskut, der kroatische Seskut.

Seine besondere Blütezeit erlebte Sulz mit der Erbauung des Kastells durch die Witwe des Grafen Festetics, Judith geborene Saller von Jakobhaza. Sie ließ die im Zuge des Neubaues des Kastells die seit langem bekannten Mineralquellen neu fassen und gab auch eine Analyse in Auftrag. Ihr Haus war das Zentrum des Kurbetriebes.

Neuen Aufschwung nahm der Ort durch die Gründung eines Mineralwasserfüllbetriebs im Jahre 1905. Unter dem Namen "Vitaquelle" wurde das Mineralwasser aus Sulz in der ganzen Monarchie verkauft. Mit dem 1.Weltkrieg endete auch dieser Aufschwung und Sulz versank im Dornröschenschlaf.

1956 wurde die Güssinger Mineralwasser AG gegründet. Als "Güssinger" war das Mineralwasser sehr beliebt und durch die wirtschaftlichen Erfolge des Betriebes wurde auch der kleine Ort Sulz nachhaltig belebt.

1971 wird Sulz im Zuge der Gemeindezusammenlegungen mit Gerersdorf und Rehgraben zur Großgemeinde Gerersdorf-Sulz.

Geschichte in Zahlen:
1469 Erste urkundliche Erwähnung
1496 Erwähnung der Quellen von Soskut
1541 Benedek Soskuty wird als Eigentümer genannt
1543 Die Familie Jakabhazy ist Eigentümer
1627 Istvan Saller wird als Eigentümer ausgewiesen
1636 Adam Batthanny läßt Kalk brennen
1744 Es die Siedlung mit vielen Details beschrieben
1815 Errichtung des Kastells von Sulz
1817 Erste Badesaison mit Kurgästen
1825 Erste Heilwasseranalyse
1905 Gründung des Mineralwasserversandbetriebes
1971 Zusammenlegung der Gemeinde Sulz mit Gerersdorf und Rehgraben

Kastell Sulz; Bild gemeinfrei

Im Ortsteil Sulz befindet sich ein gut erhaltenes Kastell aus dem 18. Jahrhundert. Die Architektur des Gebäudes mit seinen 6 großen, toskanischen Säulen ist durchaus bemerkenswert und reizvoll. Das Kastell wurde im 18. Jahrhundert als eine Badeanstalt für Gäste aus dem Ungarischen Raum durch die Gräfin Festetic genutzt. Die umschließende Parklandschaft vermittelt gemeinsam mit dem Gebäude einen harmonischen Eindruck. Im Zweiten Weltkrieg fand das Kastell eine Verwendung als Lazarett für verwundete russische Soldaten. Zuvor befand es sich im Besitz einer jüdischen Familie. Mit dem Tod des Besitzers 1962 setzte sich der Verfall des Gebäudes fort. Im Jahr 1973 wurde das Kastell unter Denkmalschutz gestellt und von einem Verein zur Erhaltung übernommen. Der Verein renovierte mit Unterstützung des Burgenlandes das Dach und sicherte die Bausubstanz.

In der Gemeinde befinden sich auch mehrere Mineralwasserquellen, welche schon den Römern bekannt waren. Dies wurde mit Funden vor Ort belegt (Tonkrüge für die Abfüllung des natürlichen Mineralwassers und Römische Münzen). 1905 wurde gegenüber dem Kastell in Sulz ein Abfüllhalle und ein Lager im Stil des Kastells gebaut. Das Mineralwasser wurde in große Teile der Monarchie unter der Marke Vita Quelle erfolgreich vertrieben.

Die Quellen werden zur Zeit von der Güssinger Mineralwasser AG wirtschaftlich genutzt und sind im Besitz eines Saudi-Arabischen Unternehmens. Das Erscheinungsbild erhielt unter "Aqua Montana" einige Veränderungen und das Sortiment wurde um Limonaden in verschiedenen Geschmacksrichtungen erweitert.

Vereine in Sulz:
Freiwillige Feuerwehr Sulz
Jugend Sulz
Kastellverein Sulz
UFC Sulz
Verschönerungsverein Sulz
Österr. Seniorenbund Sulz.

Radwege: Sulz ist eine Station des Apfelradweges B 62. Dieser 47 km lange Rundkurs mit seinen anspruchsvollen hügeligen Steigungen ist nur für sportliche Radler geeignet. Der Radweg zeichnet sich durch eine gute Beschilderung aus. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findest du auf www.fahr-radwege.com.  Hier geht es zur Übersicht der Radwege im Burgenland.

Apfelradweg B 62 (Bild: www.fahr-radwege.com)
Apfelradweg B 62

Ortstafel Ortsansicht Ortsansicht Vitaquelle Kastell Vitaquelle Zechmeister Sportverein Spielplatz Rapsfeld Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Kriegerdenkmal Kreuz Kirche+ Feuerwehrhaus Altes Feuerwehrhaus


Bezirk Güssing:

1.Bildein, 2.Bocksdorf, 3.Burgauberg, Deutsch Bieling, Deutsch Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau, Eisenhüttl, Gaas, Gamischdorf, 5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg, Hagensdorf, Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben, Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch, Kroatisch Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf, Krottendorf, 14.Kukmirn, Kulm, Langzeil, Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg, Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf, Punitz, 20.Rauchwart, Rehgraben, Reinersdorf, 21.Rohr, Rosenberg, 22.St. Michael, St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach, Steinfurt, Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem, Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben, Tudersdorf, Urbersdorf, Ungarisch-Bieling (Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg.

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