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St. Michael (Postleitzahl 7535):
Sankt Michael im Burgenland ist eine Marktgemeinde im
Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich und liegt an der
B 57. Der ungarische Ortsname der Gemeinde
ist Pusztaszentmihály.
Die drei Orte der Marktgemeinde sind
Gamischdorf, Sankt
Michael im Burgenland und Schallendorf im Burgenland.
Im südlichen Stremtal liegt die Marktgemeinde St. Michael im
Burgenland. St. Michael ist eine ehemalige Agrargemeinde, die heute von
Nebenerwerbsbauern, Gewerbetreibende, Arbeitern und Handelsunternehmern bewohnt
wird. Für Freizeitaktivitäten stehen ein Tennisplatz, ein Sportplatz mit zwei
Fußballfeldern zur Verfügung.
Zahlreiche Vereine, wie der Gesangsverein, ein Hobbyfliegerclub, die
Musikkapelle, eine Kindervolkstanzgruppe und zwei Seniorenclubs beleben und
gestalten das kulturelle Leben. Das landtechnische Museum ist eine neue
Attraktion, welches landwirtschaftliche Geräte und deren Entwicklung zeigt.
Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland
bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname
Pusztaszentmihály verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach
zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und
Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu
gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Sankt Michael im Burgenland
seit 1993 (durch VO 63, 12/1977).
Zeittafel:
1274: König Ladislaus IV. beschenkt den Comes Laurentius mit der Besitzung
SCENT MIHAL. Ob unter "Scent Mihal" St. Michael im Burgenland oder Raab St.
Michael zu verstehen sei, ist der Urkunde nicht zu entnehmen.
1428: König Sigismund erneuert den Schenkungsbrief zugunsten des Peter
Cheh von Léva. Beim hier zu den Besitzungen gehörenden ZENTMYHAL handelt es sich
nun zweifelsfrei um St. Michael im Burgenland.
1524: St. Michael fällt als Teil der Herrschaft Güssing an Franz
Batthyány. Wegen der Türkenkriege übersiedelt Franz Batthyány seine Untertanen
von den gefährdeten Besitzungen in Kroatien auf die sicheren Güter Westungarns.
Auch in St. Michael werden Kroaten ab etwa 1538 eingesiedelt.
17. Jhdt.: Die "Bocskay-Rebellion" ist der Auftakt zu jener großen
Auseinandersetzung zwischen dem Hause Habsburg und der nationalmagyarischen
Partei in Ungarn, die den Zeitraum von 1605 bis 1711 erfüllt.Während des
Feldzuges von 1605 brennt der Großteil von St. Michael ab. Die Ortschaft hat
wahrscheinlich zu dieser Zeit das Attribut "Puszta" (Öde) erhalten.1662: Drei
Jahre nach dem Tode von Adam Batthyány spaltet sich die Familie mit den beiden
Söhnen in zwei Linien. Christoph Batthyány begründet die fürstliche Linie, sein
Bruder Paul die gräfliche. St. Michael fällt zunächst dem Grafen Paul zu, doch
schon im nächsten Jahr vertauscht dieser es mit Christoph Batthyány für
Reinersdorf.
1703-1711: Der "Kuruzzenrummel" macht den burgenländisch-westungarischen
Raum und das angrenzende Niederösterreich und die Steiermark zum Schauplatz
heftiger Kämpfe.
1768: Im Urbar scheinen die fürstl. Herrschaft von Güssing (Batthyány),
die Adeligen Lippics, Shillágyi, Adam und Franz Francsics, Franz Bardischi und
Sigmund Jobbágy als Grundherren von St. Michael auf.
19. Jhdt.: Durchziehende französische und kaiserliche Truppen
beschlagnahmen zu Beginn des 19. Jahrhunderts Vieh und Feldfrüchte. Erhöhte
Steuerauflagen und Abgaben führen zu einer Verarmung des Bauernstandes. Eine der
tiefgreifendsten Reformen des Jahres 1848 ist die sog. Bauernbefreiung. Der
Bauer wird voller Eigentümer des Lehensgrundes. Dies führt in der Folge jedoch
zur Bodenzersplitterung und später zur Abwanderung.
1919: St. Michael wird für mehrere Monate kommunistisch (März bis
August). Im September wird Deutsch-Westungarn (Burgenland) in Saint-Germain
Österreich zugesprochen.
1921: Im August ist die ungarische Gendarmerie in St. Michael
konzentriert. Eines der ersten Opfer der Freischärler wird der Kreisnotar von
St. Michael, Josef Illés. Im November zieht ein Bataillon des
Alpen-Jäger-Regimentes Nr. 11 in St. Michael ein.
1922/23: Nachdem 1895 die ersten Auswanderer St. Michael verlassen
hatten, setzt nun eine Massenauswanderung nach Amerika ein.
1938: Nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus wird der
Bezirk Güssing dem Landkreis Fürstenfeld eingegliedert (Gau Steiermark).1945: Im
April marschieren russische Truppen in St. Michael ein.
1955: Die Besatzungsmächte verlassen Österreich.
1956: Im November und Dezember werden Ungarn-Flüchtlinge in St. Michael
betreut.
1977: St. Michael wird Marktgemeinde.
Weblink:
www.st.michael-bgld.at

Landtechnisches Museum:

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |