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Punitz (Postleitzahl 7540):
Der ungarische Ortsname lautet Ponic, der kroatische Punice.
Hier befindet sich der Sportflugplatz Punitz. Im nördlichen
Teil von Punitz entspringt der Limbach.
In einer Entfernung von ungefähr 1 1/2 Gehstunden nördlich
von Güssing liegt teils im Tale, teils auf einer an die von allen Seiten
abgeschnittene, von Waldungen umschlossene Siedlung Punitz. Die Häuser, von den
viele in neuester Zeit mit amerikanischem Gelde von Auswanderern erbaut wurden,
stehen zerstreut, sodass nirgends eine geschlossene Gasse aufscheint. Die
Gemeinde war einst kroatisch, heute sprechen nur mehr die alten Leute kroatisch.
Die Einwohner beschäftigen sich fast ausschließlich mit Landwirtschaft.
In einem Walde nördlich der Gemeinde befinden sich einige "Hünengräber", die als
alte heidnische Grabstätten gelten. Ein Waldteil führt den Namen
"Kirchengraben", wonach die Dorfleute auf eine alte Kirche schließen, die dort
gestanden wäre. Zudem habe man dort eine Kirchenglocke gefunden. Da aber an
jener Stelle keinerlei Bausteine gefunden wurden und die Gründung der Gemeinde
nur bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückreicht, kann dieser Sage kaum
Glauben geschenkt werden. Der Kirchengraben kann ja auch zu einer anderen Kirche
gehört haben. Die Kirchenglocke kann in Kriegszeiten ja auch an dieser Stelle
vergraben worden sein. Die letzten schweren Kriege im Südburgenland waren 1605,
als sämtliche Ortschaften des Strem- und
Lafnitztales niedergebrannt wurden, und
im Jahre 1620/21, als die ganze Umgebung von Schlaining,
Rechnitz und Körmend
mit Feuer und Schwert vernichtet wurde. Zu dieser Zeit wird die erste hölzerne
Kapelle mit einer Glocke in Punitz schon gestanden sein und man wird die Glocke
in der Erde geborgen haben.
Nennenswert sind bei Punitz die an mehreren Stellen auftretenden
Schlackenniederlagen, die von verbrannten Kohlen herzukommen scheinen. Der Name
des Ortes wurde in den Urkunden verschieden geschrieben: Im Jahre 1553 Ponytz,
1555 Ponych, 1587, 1595, 1599 Ponycz, 1588, 1589, 1608 Ponicz, 1750 Ponitz, auf
der Landkarte "Theatrum Orbis Terrarum von Abraham Ortelius (gezeichnet von
Wolfgang Lazius im Jahre 1570, Z. S. 69) und im Gemeindesiegel um 1823 Bodnitz,
im 18. Jahrhundert häufig Punicz und Punitz. Die richtige Schreibweise wäre
Podnitz, denn während Punitz keine Grundbedeutung hat, heißt das kroatische Wort
"podni" etwas an der unteren Seite, in weiterer Bedeutung "Talniederlassung".
Und die Bewohner ließen sich tatsächlich erst im Tale nieder, denn nach der
kanonischen Visitation von 1757 liegt die Gemeinde im Tale.
Die Geschichte der Gemeinde: Der Ursprung keiner Gemeinde im Güssinger
Bezirk kann mit solcher Sicherheit festgestellt werden als jener von Punitz. Aus
einem Steuerausweis von 1553 ist über die Gründung zu entnehmen: "Ponytz domini
Batthyány, istis transactis duobus Annis p. fugiti vos Colonos edificata.
Insessores XV resident." (Ponytz, das Eigentum des Herrn Batthyány, ist in den
zwei letzten Jahren von geflüchteten Bauern erbaut worden. Es wird von 15
Ansässigen bewohnt). Somit ist das Gründungsjahr 1550/51. Im gleichen Ausweis
von 1555 ist auch die Nationalität der geflüchteten Bauern angegeben. "Ponich
Annis superioribus per Slavos aliquot est edificata, que Annis duodecirn dicarii
non potest, literae fatentur regiae." (Ponych vor einigen Jahren von mehreren
Slawen erbaut, kann zwölf Jahre nicht besteuert werden).
Radweg: Durch die Ortschaft führt der Radweg
B 61 - Wildparkradweg.

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |