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Ollersdorf (Postleitzahl 7533):

Ollersdorf im Burgenland ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Barátfalva.

Geografie: Die Marktgemeinde Ollersdorf im Burgenland liegt in der Thermenregion Südburgenland direkt an der Nord-Süd-Bundesstraße B 57 zwischen Oberwart und Güssing. Der Ort ist durch den Strembach in zwei Hälften geteilt und lädt durch seine ruhige Lage und seine idyllischen Plätze zur Erholung und zum Wandern ein.

Chronik:
Erste Erwähnung bis 19. Jahrhundert:

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde erfolgte 1333. Über 200 Jahre (um 1549) später besaß Graf Franz Batthyany auf dem Gebiet acht Gehöfte und eine Mühle. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die ursprüngliche Siedlung durch die Haiduken zerstört. Diese lag östlich vom heutigen Ort. Es erfolgten 1609 die Neugründung im Stremtal unter dem Namen "Ollersdorf" und 1760 die Errichtung der Schule. Mitte des 19. Jahrhunderts, 1862, wurden die Besitzungen des Graf Batthyany in Ollersdorf durch die Gemeinde aufgekauft.

Anschluss an Österreich 1921: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Barátfalva verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

20. Jahrhundert bis heute: 1926 wurde mit der Elektrifizierung von Dorf und Anger begonnen. Während des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) war Ollersdorf Frontgebiet. Die Strembachbrücke wurde gesprengt, sieben Häuser brannten nieder und einige Ortsbewohner starben. Nach dem Krieg folgte von 1945 bis 1955 die Besatzungszeit in der Sowjetischen Zone. In dieser Zeit wurde die Bundesstraße aus- und das Rüst- und Gemeindehaus neugebaut (1950 - 1952). Im Jahr 1971 erfolgte die Gemeindezusammenlegung mit Hackerberg und Wörterberg, 1974 die Eröffnung des Kindergartens, 1976 die Fertigstellung des Sportlerheims und der Kindergartenzubau, 1977 die Errichtung der Leichenhalle und die Einweihung des Musikerheims.

Weitere Baumaßnahmen wurden getroffen: der Umbau der Volksschule, ein Kirchenzubau mit Kirchturmrenovierung (1981/82), die Erweiterung des Gemeindehauses und Errichtung eines Postamtes (1986/87), die Renovierung der Kirche (1993 - 1994) und 1995 bzw. 1996 eine Erweiterung des Sportlerheims, die Errichtung von Tennisplätzen und der Spatenstich für die Golfschaukel. 1986 war Ollersdorf zur Marktgemeinde erhoben worden. Im Jahr 1991 erfolgte die Auflösung der Großgemeinde; Hackerberg und Wörterberg wurden selbstständige Gemeinden.

Am 8. Februar 2004 kam es zu einer folgenschweren Explosion im Feuerwehr- und Gemeindehaus. Ausgelöst wurde sie durch das Überspringen eines Funkens auf eine undichte Gasflasche. Die beschädigten Gebäude mussten neu errichtet werden. 2006 wurde der Neubau des Feuerwehr- und Gemeindehauses samt Arztpraxis eröffnet.

Namensgeschichte: Im Jahr 1333 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Ollersdorf, jedoch unter einem anderen Namen. Von 1400 bis 1600 fanden sich die Namensformen "Araand", "Aran", "Arad", meistens aber "Arand". Ab 1609 kam der Ort zu seinen endgültigen Namen: Ollersdorf. Die umgangssprachliche Form lautet "Ullisdorf"oder "Ullaschdoaf".

Wallfahrtskirche: Seit 1519 ist Ollersdorf als marianischer Wallfahrtsort bekannt. Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche "Maria Himmelfahrt", die aus der Barockzeit stammt, wird von zahlreichen Wallfahrern besucht. Gegenüber der Wallfahrtskirche befindet sich die Gnadenkapelle "Maria Helferin" mit einem Gnadenbild und einer Quelle, der hohe Heilwirkung zugesprochen wird.

Jedes Jahr findet am 15. August, am "Großen Frauentag", eine Wallfahrt von den umliegenden Gemeinden zur Ollersdorfer Wallfahrtskirche statt. Im Rahmen des Festgottesdienstes findet eine Feldmesse in deutscher und kroatischer Sprache statt.

Gnadenbild "Maria Helferin": An einer Stelle, wo Wasser aus dem Boden sprudelte, wurde 1626 das Marienbild "Maria Helferin" aufgefunden. Bald wurde eine Kapelle über diese Stelle gebaut und 1768 erneuert, nachdem sie fast dem Verfall nahe war. Der Bau der heutigen Kapelle für das Gnadenbild "Maria Helferin" erfolgte 1955. Im Jahr 1986 wurde der Platz rund um die Quelle und die Wallfahrtsstätte baulich neu gestaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur: Ollersdorf verfügt über eine gute Infrastruktur. Ein Gemeinde- und Standesamt, eine Raiffeisen-Bankfiliale (mit Bankomat) und ein Kindergarten sind ebenso vorhanden wie eine eigene Volksschule. Eine Reihe von Betrieben bieten den Erwerbstätigen Beschäftigung im Heimatort.

Vereine: Vielfältig und abwechslungsreich sind die Aktivitäten in den Vereinen. Die Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein, der Gesangverein, die Theatergruppe, der Musikverein, der Verschönerungsverein, die Jagdgesellschaft und der Dreigesang sind die wichtigsten Organisationen und damit wichtige Träger der Dorfgemeinschaft.

Sport: Auch aus sportlicher Sicht hat Ollersdorf vieles zu bieten. Außer dem Golfplatz Stegersbach, der sich zum Teil auf Ollersdorfer Gemeindegebiet erstreckt, befinden sich ein Tennisverein und ein Fußballverein im Ort. Ebenfalls findet man einen Skaterplatz sowie einen Kinderspielplatz hier. Im Winter steht der Bevölkerung und den Touristen ein Eislaufplatz zur Verfügung.

Alljährlich findet unter der Schirmherrschaft von Otto Peischl und dem Laufclub "Just 4 Fun" in Ollersdorf ein Benefizmarathon statt. Viele laufbegeisterte Menschen stellen sich jährlich zur Verfügung, um für einen guten Zweck einen Marathon bzw. einen Staffelbewerb zu laufen. Der Ausdauersportler Otto Peischl hat schon bemerkenswerte sportliche Leistungen erbracht: Er hat zweimal am Spartathlon teilgenommen sowie in zwölf Tagen ganz Österreich durchquert und nimmt auch regelmäßig an der größten burgenländischen Laufveranstaltung "Run-in-the-sun" teil.

Jedes Jahr wird ein Fußball-Ortsteilturnier abgehalten, das am Sportplatz stattfindet. Die vier Ortsteile Dorf, Hocheck, Anger und Bergen treten mit allem männlichen Fußballkönnen gegeneinander an. Als Highlight gibt es bei Gelegenheit noch eine Austragung unter den Frauen. Dabei treten "Heribersbo" gegen "Dribersbo" (Herübersbach - Drübersbach, da der Ort durch die Strem zweigeteilt wird) an.

Radwege: Die Ortschaft ist eine Station des B 63 Streuobstwiesenradweges. Hier geht es zur Übersicht der Radwege des Burgenlandes.

Ortstafel Ortsansicht Willkommen Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt Wallfahrtskapelle Volksschule Infotafel Ollerdorf Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Musikheim Kriegerdenkmal Kriegerdenkmal Königin des Friedens Königin des Friedens Kindergarten Explosion Gemeindeamt und Feuerwehrhaus - Ursache: Gasbetriebener Griller Explosion Gemeindeamt und Feuerwehrhaus - Ursache: Gasbetriebener Griller Explosion Gemeindeamt und Feuerwehrhaus - Ursache: Gasbetriebener Griller Café Graf Berglerkapelle Ortstafel


Bezirk Güssing:

1.Bildein, 2.Bocksdorf, 3.Burgauberg, Deutsch Bieling, Deutsch Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau, Eisenhüttl, Gaas, Gamischdorf, 5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg, Hagensdorf, Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben, Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch, Kroatisch Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf, Krottendorf, 14.Kukmirn, Kulm, Langzeil, Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg, Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf, Punitz, 20.Rauchwart, Rehgraben, Reinersdorf, 21.Rohr, Rosenberg, 22.St. Michael, St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach, Steinfurt, Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem, Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben, Tudersdorf, Urbersdorf, Ungarisch-Bieling (Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg.

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