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Olbendorf (Postleitzahl 7534):
Olbendorf (ungarisch Óbér, kroatisch Lovrenac) ist eine
Gemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich.
Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland nordöstlich von
Stegersbach an der Verbindungsstraße
Stegersbach - Olbendorf - Oberdorf
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Unterwart - Oberwart. Die Entfernung nach
Stegersbach beträgt zirka 6 km, nach
Oberwart zirka 12 km. Olbendorf besteht aus 9 Ortsteilen.
Die 9 Ortsteile lauten:
Bergen
Dorf
Eisenberg
Greiner
Haxbach
Mittermühl
Schoada
Tulmen
Untermühl
Die Seehöhe der Gemeinde wird amtlich mit 285 m angegeben, was aber nur einen
Mittelwert darstellt. Die höchste Stelle liegt im Ortsteil Schoada und erreicht
zirka 400 m. Mit einem Flächenausmaß von 1.740 ha ist die Gemeinde Olbendorf
eine der größten Streusiedlungen des Burgenlandes. Häuser sind fast auf das
ganze Gemeindegebiet zerstreut. Den Chroniken nach ist das schon von jeher so
gewesen. Man hat bei klaren Tagen Ausblicke bis auf die Riegersburg in der
Steiermark.
Geschichte: Im ungarischen Staatsarchiv wurde Olbendorf als "Castro Olber"
(Schloss Olber) erstmalig 1272 urkundlich erwähnt. 1289 wurde die Burganlage von
Herzog Albrecht I. erobert. Somit ergibt sich, dass Olbendorf vor 1289 und nach
1291 bis 1468 den Grafen von Güssing gehörte. 1469 schenkte König Matthias
Corvinus "Alber oder Alberdorff" mit verschiedenen anderen Gemeinden dem
Adeligen Andreas Baumkirchner. Von 1538 bis 1566 finden wir "Albyr oder
Holbendorf" im Besitz von Longinus von Pukhamar oder Puchhaim, des Burgherren
von Schlaining. Von 1566 bis zum Ende der Grundherrschaft waren die Batthyány
die Grundherren von Olbendorf. Infolge des Feldzuges von 1605 brannte der
Großteil des Dorfes ab.
Auch die Pestepidemie von 1678/79 verschonte das Dorf nicht. Die
Revolutionsjahre 1848/49 gingen auch an Olbendorf nicht spurlos vorüber. Der
Zehent wurde abgeschafft und die Grundfreiheit verfügt.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn
(Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der
Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Óbér verwendet werden. Nach Ende
des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den
Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort
gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Beide Weltkriege forderten große Opfer unter der Bevölkerung. Im April 1945
kamen erste russische Soldaten nach Olbendorf, viele Gebäude wurden zerstört
bzw. schwer beschädigt. Nach dem Ende des Krieges begann der Wiederaufbau.
Wichtige Straßen wurden asphaltiert, die Elektrifizierung wurde bis 1950 für das
gesamte Gemeindegebiet angeschlossen. In allen Ortsteilen wurde die
Wasserleitung ausgebaut bzw. teilweise neu errichtet.
Wirtschaft
und Infrastruktur: Das moderne Logo von Olbendorf, dem "Neunmaldorf". Im
Gegensatz zu vielen anderen burgenländischen Gemeinden wuchs die Einwohnerzahl
in den letzten 30 Jahren ständig an. Der hohe Anteil an Zweitwohnsitzen ist
durch die große Anzahl von Pendlern bedingt, die zum Großteil in Wien arbeiten,
sich aber in ihrer Heimatgemeinde ein Wohnhaus errichten.
Das Straßennetz verfügt über mehr als 100 km befestigte
Güterwege, davon rund 50 km asphaltierte Gemeindestraße. In den letzten Jahren
konnte das über 22 km lange Kanalnetz bis zur Kläranlage in
Glasing bei Güssing fertig gestellt werden. Gemeinde-
und Standesamt, Volksschule, Kindergarten und Raiffeisenbank sowie ein
ortsansässiger praktischer Arzt bilden eine gute Infrastruktur. 1993 wurde ein
großes Bauvorhaben, die Mehrzweckhalle, verwirklicht. In Zusammenarbeit mit der
Feuerwehr Olbendorf errichtete die Gemeinde ein neues Feuerwehrhaus. Die
Fertigstellung erfolgte 1997. Die Volksschule wurde ebenso saniert. Seit dem
Frühjahr 2001 gibt es in Olbendorf die Möglichkeit, eine Wohnung der Oberwarter
Siedlungsgenossenschaft (OSG) zu besitzen. Der Wirtschaftshof mit Abfallsammelstelle
wurde 2002 eröffnet. Im Jahre 2003 wurde das renovierte Gemeindeamt inkl.
Startwohnungen und Shops eröffnet.
Radwege: Olbendorf ist eine Station des Berghäuser
Radweges B 55, bei einer Streckenlänge von 43,3 km. Als Berghäuser
bezeichnet man im Südburgenland die über den Niederungen gelegenen Ortsteile
einer Gemeinde. Stets bergauf und bergab führt der B 55 Berghäuser-Radweg durch
waldreiches, ruhiges Gebiet. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findest
du auf
www.fahr-radwege.com. Hier geht es zur Übersicht
der Radwege im Burgenland.

Berghäuser Radweg B 55

Olbendorf Bergen:

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |