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Moschendorf (Postleitzahl 7540):

Moschendorf ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nagysároslak.

Wer Erholung, Ruhe und Entspannung sucht, für den ist Moschendorf der richtige Urlaubsort. Hier gibt es Wanderwege durch den Wald, der Pinka entlang und über die Wiese sowie gut ausgebaute Radfahrwege. Fischteiche bieten die Möglichkeit zum Angeln.

Buschenschenken im Weinberg laden zum Verkosten eines guten Tropfens ein. Aber auch Liebhaber des Uhudlers können hier ihren Bedarf decken. Die südburgenländische Vinothek bietet Spitzenweine der Weinidylle an. Sehenswert ist das Weinmuseum.

Eine Vielzahl von Kapellen und Bildstöcken prägen das Ortsgebiet und die Pinkataler Weinstraße. Die der heiligen Rosalia geweihte katholische Pfarrkirche entstand ca. 1733 anstelle einer Rosalien-Kapelle.

Geografie: Die Gemeinde liegt im unteren Pinkatal im Südburgenland, direkt an der Staatsgrenze Österreich/Ungarn. Moschendorf ist der einzige Ort in der Gemeinde. Auf Grund der Grenzverhandlungen zwischen Österreich und Ungarn 1922/1923 wurde der nördliche Nachbarort an der Pinka, Postrum/Szentpéterfa, an Ungarn rückgegliedert. Da der südliche Nachbarort, Pinkamindszent, ebenfalls zu Ungarn gehört, grenzt das Gemeindegebiet im Norden, Osten und Süden an Ungarn, nur im Westen an das Inland.

Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im 13. Jahrhundert. 1482 wurde der Ort Sároslak (sáros = Sumpf; lak = Wohnstätte) genannt, 1564 schien er als Németsároslak (német = deutsch) auf. Aus dem Jahr 1600 stammt der älteste vorhandene Beleg zum deutschen Namen Moschendorf (mos, mhdt. = Moos).

Verheerungen durch Kriege entstanden 1532 und 1605; 1636 und 1836 zerstörten Brände den Ort. 1713 wurden Kirche und Pfarrschule errichtet. 1773 entstand die heutige Pfarrkirche, der Ort hatte damals 764 Einwohner. 1882 wurde die freiwillige Feuerwehr gegründet. Im Jahr 1900 wurden 1.215 Einwohner gezählt.

Der Ort gehörte wie das gesamte Deutsch-Westungarn bis 1921 zu Ungarn. Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nagysároslak (nagy = groß) verwendet werden. Deutsch-Westungarn wurde nach dem Ersten Weltkrieg in den Verträgen der Siegermächte von St. Germain (mit Österreich) 1919 und Trianon (mit Ungarn) 1920 Österreich zugesprochen. Die Österreicher nannten es Burgenland und konnten es 1921 in Besitz nehmen.

1930–1938 wanderten auf Grund der Wirtschaftskrise viele Moschendorfer in die USA aus. Es leben mehr Moschendorfer in Amerika als hier heißt es in einer ausgehängten Dorfchronik. 1939 wurden nur mehr 715 Einwohner gezählt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Gegend um Moschendorf im Frühjahr 1945 zwei Wochen Kampfgebiet, als die Rote Armee, von Ungarn kommend, westwärts vordrang.

1970 wurde der Ort in die Großgemeinde Strem eingegliedert. 1980 wurden 450 Einwohner gezählt. 1996 wurde Moschendorf wieder selbstständige Gemeinde.

Wappen: Blasonierung: "In dem von Grün und Gold gespaltenen Schild ein farbverwechseltes Haus; das Haus wird überhöht von einem grünen Rebstock mit zwei Trauben (vorne) und einem einwärts steigenden Ochsen (hinten)."

Zeittafel:
Moschendorf wurde um 1230 erstmalig urkundlich erwähnt. Diese Siedlung hieß damals "Vilamaszar" oder ähnlich (nicht bestätigt).
(13. Jh. - erste urkundliche Erwähnung)
1482 - wird der Ort "Saroslak" genannt; "Saros" = Sumpf, Lak = Wohnstätte
1564 - "Nemetsaroslak", "Nemet" = deutsch
1600 - erstmalige Nennung "Moschendorf"; 330 Einwohner, mos ( Mittelhochdeutsch )
1532, 1605 - Verheerung durch Kriege
1664, 1704 - Überschwemmungen, Pest
1630, 1863 - Brände zerstören den Ort
1713 - Errichtung einer Kirche und der Pfarrschule
1773 - eigene Pfarre, 754 Einwohner
1882 - Gründung der Feuerwehr
1921 - Anschluss an Österreich; Bekenntnis der Bevölkerung vor der Entente-Kommission
1920 - 1939 - starke Auswanderung nach den USA - es leben mehr Moschendorfer in Amerika als in Moschendorf selbst.
1914 - 1918 - Opfer des Krieges: 25 Soldaten
1939 - 1945 - Opfer des Krieges: 29 Soldaten und 18 Zivilpersonen
1945 - Moschendorf war 14 Tage Kampfgebiet
1971 - Eingliederung in die Großgemeinde Strem
1995 - Moschendorf wird wieder eine selbständige Gemeinde

Ortstafel Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Ortsansicht Altes Zollhäuschen Volksschule Kreuz Kreuz Kreuz Kreuz Kreuz Der heiligen Rosalia geweihte katholische Pfarrkirche Gemeindeamt Kreuz zwischen Gaas und Moschendorf Feuerwehrhaus Friedhof Blick auf Maria Weinberg Bildstock Bildstock Ortsansicht Ortstafel

Weinmuseum:

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Bezirk Güssing:

1.Bildein, 2.Bocksdorf, 3.Burgauberg, Deutsch Bieling, Deutsch Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau, Eisenhüttl, Gaas, Gamischdorf, 5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg, Hagensdorf, Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben, Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch, Kroatisch Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf, Krottendorf, 14.Kukmirn, Kulm, Langzeil, Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg, Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf, Punitz, 20.Rauchwart, Rehgraben, Reinersdorf, 21.Rohr, Rosenberg, 22.St. Michael, St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach, Steinfurt, Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem, Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben, Tudersdorf, Urbersdorf, Ungarisch-Bieling (Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg.

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