Heiligenkreuz im Lafnitztal

Heiligenkreuz im Lafnitztal (ungarisch: Rábakeresztúr) ist eine Marktgemeinde im Burgenland im Bezirk Jennersdorf in Österreich. Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland im Lafnitztal an der B 65 und an der B 57. Ortsteile der Marktgemeinde sind Heiligenkreuz im Lafnitztal und Poppendorf im Burgenland. Durch Heiligenkreuz fließt der Lahnbach, der Brunntaler Bach und der Rustenbach. Die Lafnitz befindet sich in unmittelbarer Nähe Richtung Süden.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rábakeresztúr verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Marktgemeinde ist Heiligenkreuz im Lafnitztal seit 1971. Heiligenkreuz i.L. kann auf ein hohes Alter zurückblicken. Bereits 1157 wurde auf diese Siedlung, die an der Römerstraße lag, hingewiesen. Urkundlich scheint der Ortsname zum ersten Mal 1428 mit der Bezeichnung "Kerezthur" (Kreuzherr) auf. Der Ort erhielt nach mündlicher Überlieferung seinen Namen von einem Eichenkreuz, welches die ersten Siedler (Bayern und Schwaben) an der Stelle der heutigen katholischen Kirche (Pfarrkirche zur Kreuzauffindung) errichtet haben. Heiligenkreuz i.L. blieb auch früher von Schicksalsschlägen nicht verschont. 1824 und 1917 wüteten Großbrände und zerstörten Großteile des Ortes. Vor 400 Jahren wütete die Pest in Heiligenkreuz i.L. (eine alte Sage berichtet von dieser Heimsuchung). Nach dem Ende des ersten Weltkrieges herrschte in fast allen Kreisen der Bevölkerung unseres Gebietes die Bestrebung für den Anschluss der deutschsprachigen Gebiete West-Ungarns an Österreich. Einer der eifrigsten Vertreter dieser Idee war der Mühlenbesitzer Karl Wollinger aus Heiligenkreuz. Er bereiste die Orte des Lafnitztales und gewann die Bewohner für den Anschlussgedanken. Am 29. August 1921 sollte das Burgenland an Österreich übergeben werden. Österreichische Gendarmerie- und Zollwachebeamte marschierten in Heiligenkreuz i.L. ein. In der folgenden Nacht wurden sie von ungarischen Freischärlern überfallen und nach St. Gotthard eskortiert. Darauf blieb das Gebiet drei Monate lang von Freischärlern besetzt. Der endgültige Anschluss erfolgte am 28. November 1921. Besonders großes Unheil brachte der 2. Weltkrieg. Ende März 1945 standen die Russischen Truppen am Ortseingang. Sechsmal wechselte das Dorf während der Kampfhandlungen den Besitzer. Der Kampf währte 10 Tage. Heiligenkreuz i.L. wurde zu 75 % zerstört und war somit der schwerstbetroffenste Ort des Burgenlandes. Die leidgeprüfte Bevölkerung machte sich nach Kriegsende sofort an den Wiederaufbau der Gemeinde und bald waren die ärgsten Schäden behoben. Im Jahre 1969 konnte in Heiligenkreuz i.L. das letzte kriegszerstörte Haus wieder aufgebaut werden. An dieser Stelle wurde das neue Amtshaus mit Kindergarten errichtet. 1966 wurde mit der Verschönerung des Ortsbildes begonnen. 1969 und 1970 errang der Ort in dem von der Bgld. Landesregierung durchgeführten Blumenschmuckwettbewerb den 1. Preis. Im Rahmen der Gemeindezusammenlegung im Burgenland wurden am Jänner 1971 Poppendorf i.B. und Heiligenkreuz i.L. zur Gemeinde Heiligenkreuz i.L. vereinigt.

Wappen: Blasonierung: Im grünen Schild ein schwebendes silbernes Kreuz. Die Gemeindefarben sind Grün und Silber. Das Wappen wurde am 13. Juni 1971 verliehen.

Das Lafnitztal beginnt in Rohrbrunn und und findet sein Ende in Heiligenkreuz. Entlang der Lafnitz kann man fast in jeder Ortschaft eine Mühle finden. Die meisten dieser Mühlen sind nicht mehr in Betrieb und wurden zu Wohnhäuser umgebaut:
Rudersdorf - "Fritz-Mühle"
Dobersdorf - "Bagdie-Mühle"
Königsdorf - "Rauscher-Mühle"
Eltendorf - "Buchmann-Mühle"
Heiligenkreuz - "Wollinger-Mühle"

Radwege: Heiligenkreuz ist eine Station des Östlichen Lafnitztalradweges B 72. Hügelig geht's von Königsdorf bis nach Zahling und weiter bis Heiligenkreuz an die Ungarischen Grenze. Zurück geht es südlich der Lafnitz flussaufwärts nach Königsdorf. Die Strecke führt durch Wälder und vorbei an Obstgärten, teilweise entlang der Lafnitz und ist landschaftlich reizvoll. Die Streckenlänge beträgt ca. 38 km und zeichnet sich durch eine perfekte Beschilderung aus. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findet man auf www.fahr-radwege.com.

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