|
Eberau (Postleitzahl 7521):
Eberau (ungarisch: Monyorókerék) ist eine Marktgemeinde im
Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich mit 1081 Einwohnern, von denen 4,6 %
der Volksgruppe der Burgenland-Ungarn angehören.
Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Die Ortschaften der
Marktgemeinde sind Eberau, Gaas,
Kroatisch Ehrensdorf,
Kulm im Burgenland und Winten.
Geschichte: 1221 kam es zur ersten urkundlichen Erwähnung des ungarischen
Ortsnamens von Eberau als Monyorókerék (Haselrund). Das Geschlecht der
Ellerbacher errichtete um 1400 das Wasserschloss mit teilweise noch erhaltenen
Wehranlagen. Mitte des 15. Jahrhunderts (1448) gab es erste Wochenmärkte in
Eberau und 1465 folgte die erste urkundliche Erwähnung des deutschen Ortsnamen
Eberau. Berthold II., der bekannteste Ellenbacher, unterschrieb die Urkunden als
"Herr von Eberau". Von 1587 bis 1590 hielt sich der Wanderbuchdrucker Johannes
Manlius in Eberau auf. Aus seiner Werkstatt stammte die erste im Burgenland
gedruckte Zeitung und das erste ungarische Arzt- und Heilbuch.
Durch die Benennung von Erberau als oppidum (lat. Stadt) erhielt der Ort das
Marktrecht und wurde ein Wirtschaftsstandort (1615). In der Urkunde wird Eberau
als Stadt bezeichnet, der Bürgermeister als Stadtrichter. 1664 spielte die Burg
Eberau eine strategisch wichtige Rolle während der Türkenkriege und der Schlacht
bei Szentgotthárd (Ungarn).
Ludwig Graf Erdödy gründete 1770 eine Freimaurerloge, die den Beinamen "Zum
goldenen Hirschen" führte (ab 1776 "Zum goldenen Rad"). Die Herrschaft Eberau
hatte das Recht, über Leben und Tod ihrer Untertanen zu entscheiden (ius gladii).
Die letzte Hinrichtung wurde 1830 bei den "Galgenstauden" vollzogen. Als
Zeichen, dass es früher eine eigene grundherrliche Gerichtsbarkeit gegeben hat,
steht heute noch auf dem Hauptplatz der Pranger.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn
(Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der
Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Monyorókerék verwendet werden.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde 1919 nach zähen Verhandlungen
Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon Österreich
zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Durch das Gemeindestrukturverbesserungsgesetz (1971) kommt es zu einem
Zusammenschluss der Gemeinden Eberau, Gaas,
Kroatisch-Ehrensdorf, Kulm,
Oberbildein, Unterbildein,
Winten zur Großgemeinde Eberau. 1993 trennen sich die
Ortsteile
Oberbildein und Unterbildein von Eberau ab und wurden zu einer
Gemeinde. Im selben Jahr kommt es zur Wiederverleihung des Rechtes zur Führung
der Bezeichnung Marktgemeinde, sowie zur Führung des Gemeindewappens.

|
Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |