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Deutsch Ehrensdorf (Postleitzahl 7522):
Deutsch Ehrensdorf ist ein Weinbauort in der Marktgemeinde
Strem im südburgenländischen Bezirk Güssing in
Österreich. Er liegt auf einer Höhe von 235 m, befindet sich 6 km nördlich des
Hauptortes und hat 170 Einwohner. Der ungarische Name lautet Némethásos, der
kroatische Nimški Hašaš.
Geschichte: Laut Ortschronik wurde der stets deutschsprachige Ort im Jahr
1297 erstmals erwähnt: Der ungarische König, Andreas III., tauschte dem einer
Seitenlinie der Güssinger Grafen entstammenden Jakob von Hedervary die
Herrschaft Eberau (Allerheiligen, Prostrum,
Bildein, Höll,
Winten, Koh- und
Kirchfidisch) für andere Güter aus. Bereits im Jahr 1255 war das Gebiet von
Strem, Heiligenbrunn,
Sumetendorf und die heute nicht mehr lokalisierbaren Orte
Merhart, Ujefalu und Pinka in den Händen dieser Grundherrenfamilie.
Der erste schriftliche Beleg des bis 1921 amtlich als (Nemet) Hasas (mag. "hasos"=Lindengegend)
geführten Dorfes stammt aus dem Jahr 1369: König Ludwig der Große übergab Körmend und den Eberauer Besitz dem Berthold von Ellerbach (Elderbach).
1659 wurde Kroatisch Ehrensdorf als
Horvath Hassos erstmals schriftlich erwähnt. Die 100 Jahre zuvor dorthin
gezogenen kroatischen Neusiedler bildeten zunächst mit den "Alt"-Ehrensdorfern eine Dorfeinheit. Ein Feldkreuz in den Weinbergen,
an dessen Stelle eine gemeinsame Kirche bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts
stand, erinnert noch heute daran. Die heutige Dorfkirche verdankt ihre
Entstehung dem in Deutsch-Ehrensdorf geborenen Pfarrer Georg Legath. Er ist auch
der Mentor einer Dorfschule (um 1810).
Ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Dorfbewohner bildet der
Weinbau. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erreichte das Flächenausmaß für den
Weinbau in den Bergen 240 Hauer (ein Hauer =2-3 Ar).
Die Dorfgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts war von einer allgemeinen
Bevölkerungszunahme gekennzeichnet, mit der allerdings Armut und ein
gesteigerter Bedarf nach Grund und Boden der überwiegend bäuerlichen Bevölkerung
einhergingen. Erbteilungen und das "Hinauszahlen" der Geschwister steigerten vor
allem in kinderreichen Familien die Not. Etliche Dorfbewohner wanderten daher
nach Amerika aus. Hielt sich die Auswanderbewegung in den beiden Jahrzehnten vor
1914 noch in einem erträglichen Rahmen, so explodierte sie in der
Zwischenkriegszeit. Allein in den Jahren 1922/23 beispielsweise verließen
dreizehn Bewohner ihr Heimatdorf, was bei einer Gesamteinwohnerzahl von 273
einen Anteil von 5% bedeutete.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich die Emigrationsbewegung, wenn auch in
deutlich abgeschwächter Form, fort und kam erst in den 1960er Jahren zum
Stillstand. Nachteilig für die Entwicklung von Deutsch-Ehrensdorf erwies sich
die geographische Randlage abseits jeglicher Straßenverbindungen der Region.
Elektrizität hielt daher erst im Jahre 1950 Einzug. Seit 1958 verbindet eine
Straße den Ort mit seinen Nachbargemeinden Steinfurt und
Strem.

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |