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Burgauberg (Postleitzahl 8291):
Burgauberg-Neudauberg ist eine Gemeinde im Burgenland im
Bezirk Güssing in Österreich mit 1.362 Einwohnern (Ortsteil Burgauberg 722 und
Neudauberg 596 Einwohner). Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Burgóhegy-Magashegy.
Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Ortschaften der Gemeinde
sind Burgauberg und Neudauberg.
Ortsteile Burgaubergs: Halmheu, Hochkogel, Oberungarfeld, Sauberg,
Schwabenberg, Unterungarfeld.
Ortsteile Neudaubergs: Guldner, Eck, Lies, Limböcken, Mitterberg,
Ringberg, Sauberg, Wampl, Wehr.
Geschichte: Die Besiedelung der Orte Burgauberg und
Neudauberg, sowie
einige andere Orte in der Umgebung, erfolgte von den benachbarten steirischen
Ortschaften aus. Hauptsächlich zogen Menschen aus Burgau und Neudau in die, als
"Weinberge" genutzten, Hügeln. Durch diesen historischen Hintergrund ist
Burgauberg auch heute noch eine Streusiedlung.
Jahrelang war die Zugehörigkeit und Zuständigkeit für die Ortschaften nicht klar
definiert. Unter anderem galt es auch die Grenzlinie zwischen Österreich und
Ungarn zu finden, welche dann der Lafnitzfluss wurde; es war auch eine Grenze
entlang der Hügelkette in Betracht gezogen worden. Die Leute selbst hatten eine
engere Bindung an die steirischen Grenzgemeinden: Die Kirche für die
Burgauberger war die in Burgau und für die Neudauberger die in Neudau, was
übrigens heute noch so ist, außerdem kamen noch Faktoren wie Verwandtschaft und
gemeinsame Tätigkeiten hinzu. Auch die länderübergreifende Freiwillige Feuerwehr
Burgau-Burgauberg (gegr. 1875) ist ein Beispiel für die Bindung der "Steira"
(hier insb. Dialektbezeichnung für Einwohner von Burgau und Neudau) und der "Bergla"
(hier insb. Einwohner von Burgauberg und Neudauberg). 1795 wurden die
Ortschaften Burgauberg und Neudauberg selbstständig.
Die Orte gehörten wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn
(Deutsch-Westungarn). Seit 1898 mussten aufgrund der Magyarisierungspolitik der
Regierung in Budapest die ungarischen Ortsnamen Burgóhegy und Magashegy
verwendet werden.
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen
Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich
zugesprochen. Nach der Landnahme des Burgenlandes durch die österreichische
Gendarmerie am 28./29. August 1921 kam es unter anderem in Burgauberg zu Kämpfen
mit ungarischen Freischärlern. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten
Bundesland Burgenland.
Während der NS-Zeit von 1938 bis 1945 waren die Gemeinden Burgauberg und
Neudauberg ein Teil der Steiermark (Kreis Fürstenfeld). Bis zum Ende des Zweiten
Weltkriegs (in Europa) gab es einen 4 wöchigen Stellungskampf in Burgauberg
wobei die Sowjets versuchten sich die Übergänge zur Steiermark zu sichern und
das Güssinger Hügelland hinter sich zu lassen (Zweiter Weltkrieg).
Im Jänner 1971 bildet sich die Gemeinde Burgauberg-Neudauberg in der heutigen
Form. 1996/1997 wurde die Thermen Golfschaukel Lafniztal errichtet und eröffnet,
die sich neben Stegersbach auch auf
Neudauberg, Burgauberg und Ollersdorf
erstreckt. Mit 190 ha Fläche ist dies der größte Golfplatz Österreichs. 2004
wurde die "Warte", eine Aussichtsplattform, eröffnet, die einen Blick über das Ramsar-Gebiet Lafnitztal und das Güssinger Hügelland gewährt bzw. ist ein 1/5
Österreichs (der gesamte Südosten) überblickbar und außerdem an die
Kuruzenaufstände und Türkenkriege erinnern soll. Zum Erwandern finden sich in
Burgauberg der Kuruzzenwanderweg und der Kräuterweg. Der Kuruzzenwanderweg führt
an einer wiedererrichteten Tschartarke vorbei. Eine Tschartake ist ein
Grenzwärterturm aus der türkenumkämpften Zeit des Landes. Sie dienten zum
Schutze des Volkes vor Bedrohung. War ein Feind in Sicht, wurden Schüsse von den
Grenzwarten abgegeben und die Greitfeuer an den Hügelketten zur Warnung der
Bevölkerung entzunden.
In der Vergangenheit waren in den Bergen (Burgauberg, Neudauberg,...) die armen
Bevölkerungsschichten beheimatet, da die Böden weniger fruchtbar waren (keine
Anschwemmung von Humusmaterial aus Bächen) und die Hügelfelder aufgrund der
Hanglage schwieriger zu bestellen waren. Heute ist das nicht mehr so, die wohlhabendere Bevölkerung lässt sich in den ruhigen Bergen, die eigentlich Hügel
sind, des Südburgenlandes nieder und genießt die Abgeschiedenheit.
Kreuze und Kapellen:
Berta-Lang-Marterl: Neben dem Haus von Erich Hasler,
Burgauberg 91. Grund der Errichtung war der tragische Tod der 13jährigen Berta
Lang, die 1945 durch eine vergrabene Tellermine getötet wurde. Im Inneren
befindet sich eine Pieta aus Gips, sowie ein Kreuz; darunter eine Gedenktafel.
Bleier-Kapelle: Vor dem Haus von Josef Bleier,
Burgauberg 26. Errichtet 1926/27 von Frau Schittl, deren Sohn mit
Knieverletzungen aus dem 1. Weltkrieg heimkehrte und 1925 starb. Die Kapelle ist
halbkreisförmig, der Eingang vergittert, im Inneren ein Holzkruzifix und eine
Marienstatue aus Porzellan. Die Kapelle wird von der Familie Bleier
instandgehalten.
Glaser-Kapelle: gegenüber des Hauses von Franz Glaser, Burgauberg 6. Im
Jahr 1897 ließ Anna Prasch diese Kapelle aus den Mitteln ihres Erbteils
errichten. Die Kapelle ist halbkreisförmig, der Eingang vergittert, im Inneren
befindet sich der Altar mit der "Schmerzhaften Mutter Gottes" und je ein Engel
aus Lindenholz (von Franz Rath aus Pöllau) an den Seiten. Die Kapelle steht
unter Denkmalschutz und wird von der Familie Glaser instand gehalten.
Ferstl-Kreuz: Vor dem Haus von Theodor Ferstl, Burgauberg 34. Wegkreuz
aus Holz mit Corpus. Anlass der Errichtung ist nicht bekannt. 1981 vom
Feitl-Club restauriert und wieder aufgestellt, 1985 bei einer Visitation durch
Bischof Weber geweiht.
Fröhlich-Kreuz: Vor dem Gasthaus Fröhlich. Wegkreuz aus Holz mit Corpus
und Blechdach. Zur Erinnerung an einen beim Holzfällen erschlagenen Mann. Wird
vom Besitzer, Gastwirt Fröhlich, instand gehalten.
Hirschbeck-Kreuz: Auf dem Grund von Karl Hirschbeck, Burgauberg 73.
Wegkreuz aus Holz mit Corpus, Entstehungsjahr und Grund der Errichtung sind
nicht bekannt. Vor einigen Jahren vom Feitl-Club restauriert.
Kreuzferstl-Kreuz: Steht auf dem Grund von Johann Gurdet, Burgauberg 24.
1986 durch Adolf Loimböck restauriert. Errichtet nach einem Diebstahl - der
Täter wurde gefasst und musste zur Strafe das Kreuz auf seine Kosten errichten.
Wegkreuz aus Holz mit Corpus und Marienbild, durch Blechdach geschützt. Wird von
Johann Gurdet instandgehalten.
Kruiss-Kreuz: Auf dem Grund von Ernst Kruiss,
Burgauberg 88. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und einem Bild der "Schmerzhaften
Mutter Gottes", sowie einem Blechdach. Laut Erzählungen soll an dieser Stelle
ein Kind von einem Wolf getötet worden sein. 1980 vom Feitl-Club restauriert,
vom Besitzer Ernst Kruiss instandgehalten.
Laschalt-Kreuz: Vor dem Haus von Ludwig Laschalt,
Burgauberg 82. Wegkreuz aus Holz mit eisernem Corpus, Blechdach und verzierter
Holzgiebel. Vom Feitl-Club 1985 restauriert. Anlass der Errichtung war ein
Unglück mit einem Stier. Besitzer Ludwig Laschalt.
Neuhold-Kreuz: Am Feldweg an der
Lafnitz zwischen
Burgauberg und Neudauberg. Wegkreuz aus Holz mit Corpus. Um 1925 zur Erinnerung
an den an dieser Stelle erschlagenen Johann Neuhold aus Neudauberg. Er wurde
nach einer Wirtshausstreiterei von Kaltenbrunner Burschen verfolgt und
erschlagen.
Prinner-Kreuz: Vor dem Haus von Josef Prinner,
Burgauberg 55. Wegkreuz aus Holz mit Corpus und Blechdach mit Holzverzierung.
Errichtet 1929, vom Besitzer Josef Prinner erhalten und vom Feitl-Club zuletzt
restauriert.
Zeittafel:
9 v Chr.: Pannonien wurde von den Römern erobert.
3. Jhdt. n. Chr.: Die Lafnitz war Verwaltungsgrenze zwischen den römischen
Provinzen Norikum und Pannonien.
11. u. 12. Jhdt.: Unser Gebiet war hart umkämpftes Grenzland.
ab dem 12. Jhdt.: Endgültige Rodung und Besiedlung des Gebietes vom Westen her.
Der Hügelzug von Burgauberg bis Wörterberg nahm dabei eine Sonderstellung ein.
Hier erfolgte die Besiedlung nicht durch Gründung von Dörfern, sondern erst nach
und nach durch Leute, die aus den im Tal gelegenen Orten Burgau, Neudau und
Wörth "in die Wein-Berge" zogen.
16. u. 17. Jhdt.: Dieser Zeitabschnitt ist von der Türkennot und den
nationalmagyarischen Aufständen gekennzeichnet.
1703 - 1715: Kuruzzeneinfälle (siehe Kuruzzen-Wanderweg)
1713: Die Pest wurde eingeschleppt.
1789: Graf Karl Batthyani gründet die erste Baumwollspinnerei der Monarchie und
zwar in Burgau mit Zweitbetrieb in Neudau.
1795: Die Orte Burgauberg und Neudauberg wurden selbständig.
1881: Ungarisch wurde zur allgemeinen Unterrichts-, Protokoll- und Amtssprache
erklärt.
1914 - 1918: Erster Weltkrieg
Burgauberg: 38 Gefallene
Neudauberg: 17 Gefallene, 10 Vermisste
1919/1921: Anschluss des Burgenlandes an Österreich.
Sommer 1921: Königlich-westungarische“ Aufständische tyrannisierten die
österreichisch gesinnte Bevölkerung.
28./29.Aug. 1921: Die österreichische Gendarmerie "besetzte" das Burgenland. Die
Freischärler hatten beim Haus Goger, Burgauberg 20, eine Straßensperre
errichtet, es kam zu Kämpfen. Todesopfer: Ferdinand Schmidt.
12. März 1938: Österreich wird zur "Ostmark", die Gemeinden Burgauberg und
Neudauberg werden dem Kreis Fürstenfeld angeschlossen.
1939 - 1945: Der zweite Weltkrieg
Burgauberg: 39 Gefallene, 15 Vermisste, 13 tote Zivilisten
Neudauberg: 31 Gefallene, 11 Vermisste, 3 tote Zivilisten
April 1945: Der zweite Weltkrieg endet mit 4-wöchigem Stellungskrieg an dieser
Grenze. Anschließend ist die Lafnitz bis 1955 Grenze zwischen der sowjetischen
und der englischen Besatzungszone.
1945: Das Burgenland wird wieder selbständig, die Gemeinden Burgauberg und
Neudauberg werden wieder dem Bezirk Güssing zugeteilt.
1. Jänner 1971: Burgauberg und Neudauberg werden zur Gemeinde
Burgauberg-Neudauberg zusammengefasst.
1981: Das "Gemeindezentrum" (Schule u. Kindergarten) wird eröffnet.
1985: Der Gemeinde wird ein Gemeindewappen verliehen.
1987: Die alte Volksschule in Neudauberg wird zum Mehrzweckgebäude.
1994/1995: Beginn der Arbeiten zur Errichtung der Kanalisation.
1.1.1995: Auflösung des Gemeindeverbandes Burgauberg-Neudauberg,
Bocksdorf, Heugraben u.
Rohr i. Bgld.
Einrichtung eines eigenen Gemeindeamtes.
Juni – Okt. 1995: Ausstellung "Labonca-Lafnitz – Leben an einer der ältesten
Grenzen Europas".
2.7.1995: 200-Jahr-Feier der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg.
10.9.1995: Einweihung des Gemeindeplatzes und des Tennis-Club-Hauses in
Neudauberg.
1995/1996: Altstoffsammelzentrum wird gebaut und in Betrieb genommen.
1996/1997: Bau und Inbetriebnahme der Golfschaukel Südburgenland.
1997: Baubeginn für die Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: Eröffnung der Trinkwasser-Versorgungsanlage Thermenland.
1999: 1. BERGLER-KIRTAG - Angeboten werden auf diesem Kirtag nur Produkte aus
der Region - Speisen und Getränke aus dem Bergler-Land, sowie Handwerk und
Kunsthandwerk aus der Region. Neben Schmankerln aus der Bergler-Küche gibt es
noch ein großes Kinderprogramm, eine Weinkost, sowie Uhudlerverkostung und eine
Verlosung interessanter Preise. Für gute Stimmung sorgt der Musikverein
Hackerberg-Neudauberg.
2001: Zubau einer Volksschulklasse und Sanierungsarbeiten im Gemeindezentrum.
Gründung einer 2. Kindergartengruppe.
27.10.2001: Tag der offenen Tür mit Einweihung der neuen Volksschulklasse, sowie
Ausstellung "80 Jahre Burgenland"
Dez. 2002: Bürgermeister Franz Glaser - der seit 1996 amtierende Klubobmann der
ÖVP im Burgenländischen Landtag, zieht nach einer erfolgreichen
Vorzugsstimmen-Kampagne über ein Grundmandat Burgenland-Süd in den Nationalrat
ein.
Radwege: Die Ortschaft ist eine Station des B 63
Streuobstwiesenradweges. Hier geht es zur Übersicht
der Radwege des Burgenlandes.

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |