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Bildein (Postleitzahl 7521):
Die Gemeinde Bildein liegt im nordöstlichen Teil des Bezirkes
Güssing bei der ungarischen Grenze. Die Landschaft ist geprägt durch das untere
Pinkatal, an dessen Hängen die Bildeiner den Pinkataler Wein keltern.
Ausgedehnte Wälder und stille Feldwege laden zum Radfahren und gemütlichen
Spaziergängen ein. Der ungarische Name lautet Beled (Felsö-, Alsó-).
Geschichte: Ein Fund römischer Münzen (im Jahr 1880) lässt auf eine sehr
alte Ansiedelung schließen.
1221 - erstmals urkundlich erwähnt als "Belud" (slawisch) im Besitz der Herren
von Jak
1297 - im Besitz des Magister Jakobus aus dem Geschlecht der Hedervary -
Seitenlinie der Güssinger Grafen
1396 - Herrschaft der Ellerbacher
1449 - erstmals als "Pildein" erwähnt
1496 - zur Herrschaft der Erdödy
1612 - im Besitz der Zrinyi
1643 - durch König Ferdinand III. an Ödenburger Jesuiten
1698 - "Visitatis Canonica" erwähnt eine Schule in Unterbildein (eine der
ältesten des Pinkabodens)
1910 - Eröffnung der Volksschule Oberbildein
1922 - Ober- u. Unterbildein - kommen beide zu Österreich
1924 - Gründung des Feuerwehrvereines Oberbildein; Unterlagen belegen die
Existenz einer Feuerwehr in Ober- u. Unterbildein mindestens seit 1904.
1953 - Figl, Raab und Karall in Bildein
1971 - durch Gemeindestrukturverbesserungsgesetz wird Bildein Teil der
Marktgemeinde Eberau
1991 - Volksbefragung entscheidet für die Gründung einer eigenen Gemeinde "Bildein"
1993 - ab 1. Jänner - Gemeinde Bildein, 2. Preis im Landesjugendwettbewerb
1995 - Burgenländischer Umweltpreis
1997 - Toleranzpreis vom Bundesministerium für Jugend, Umwelt und Familie durch
das Projekt "Frauen überschreiten Grenzen"
Ortsnamensformen: Belud 1221, Héttföhelly 1221, Belyd 1263, Pildein 1459,
Felsewbelyk 1496, Alsobeled, Felsew Beled 1498, Felsö Beled 1610, Also Beled
1640, Unter-, Ober-Bildein 1773.
"Südlich bei Pernau befindet sich Bildein-Beled (1221: Belud, vgl. Csánki II
736). Der deutsche Name des Ortes geht anscheinend auf die ung. Lokativform:
Beleden zurück. Der ung. ON Beled kommt öfter vor; es liegt ihm ein oft belegter
PN Beled zugrunde. Der ung. Name ist aus der deutschen Namensform nicht
ableitbar, auch ist die Bedeutung des deutschen ON und auch seine Form unklar. -
Oberbildein wird in der Urkunde von 1221 Hettfehely (ung. "Montagsort") genannt:
dass unter diesem Namen Oberbildein zu verstehen ist, geht aus der
Marktbeschreibung klar hervor." (Moór, 1929, S. 245)
"In etwas spätere Zeit (also nach 1200, R.G.) fällt die Entstehung der deutschen
Namensform Bildein, die heute nach Herrn Oberlehrer G. Kruder in Eberau und nach
Herrn Schulleiter Emmerich Pavatitsoh in Burg als büldáin ausgesprochen wird.
Sie kann schon wegen der Endbetonung nicht wie etwa das verschollene
Pelden-Beled b. Frauenkirchen auf der madj. Lokativform Beleden beruhen (so
Schwartz), sondern muss sich aus einer slavischen Zwischenstufe Bilidánja, d.i.
eine Weiterbildung von der belegten altung. Form Belud (1. Belúd), heute Beled,
entwickelt haben so wie z.B. Kopéin in Kärnten aus slov. Kopánje, vgl. Pr.
Lessiak, Die kärntn. Stationsnamen S. 18. Der madj. Name wird zwar nach Herrn
Schulleiter Pavetitsch heute mit überoffenem ä ausgesprochen (also bäläd),
dieser Laut hat sich aber z.T. aus altung. geschlossen e entwickelt, und es ist
möglich, dass darin der Grund für den Ersatz durch slav. i. zu suchen ist. Anm.:
Die Kroaten verwenden nach Mitteilung Sr. Hochwürden des Herrn Pfarrers John.
Herczeg in Gaas heute die madj. Form Beled." (Steinhauser, 1931, S. 300).

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Bezirk Güssing:1.Bildein,
2.Bocksdorf, 3.Burgauberg,
Deutsch Bieling,
Deutsch
Ehrensdorf, Deutsch Tschantschendorf, 4.Eberau,
Eisenhüttl, Gaas,
Gamischdorf,
5.Gerersdorf, Glasing, 6.Großmürbisch, 7.Güssing, 8.Güttenbach, 9.Hackerberg,
Hagensdorf,
Hasendorf, 10.Heiligenbrunn, 11.Heugraben,
Heutal, 12.Inzenhof, 13.Kleinmürbisch,
Kroatisch
Ehrensdorf, Kroatisch Tschantschendorf,
Krottendorf, 14.Kukmirn,
Kulm, Langzeil,
Limbach, Ludwigshof, Luising, 15.Moschendorf, 16.Neuberg,
Neudauberg, Neusiedl, 17.Neustift bei
Güssing, 18.Olbendorf, 19.Ollersdorf,
Punitz, 20.Rauchwart,
Rehgraben, Reinersdorf,
21.Rohr,
Rosenberg, 22.St. Michael,
St. Nikolaus, Schallendorf, 23.Stegersbach,
Steinfurt,
Steingraben, 24.Stinatz, 25.Strem,
Sulz, Sumetendorf, 26.Tobaj, 27.Tschanigraben,
Tudersdorf,
Urbersdorf, Ungarisch-Bieling
(Dorf existiert nicht mehr), Winten, 28.Wörterberg. |