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Baumgarten:
Baumgarten zählt zu den am frühesten besiedelten Ortschaften
des Mattersburger Bezirkes. Zwischen der heutigen Brunnengasse und dem
Musikerheim befand sich vor über 8000 Jahren ein großer Teich, der im Laufe der
Jahrhunderte immer mehr verlandete und zur Römerzeit, um Christi Geburt, bereits
trocken war. Am Nordufer dieses Teiches lagen die ältesten Siedlungen. Bei
Erdbewegungen und beim Hausbau kommen daher hier immer wieder archäologische
Funde zutage. Auch in der Umgebung der Kirche ist eine spätbronzezeitliche
Siedlung nachgewiesen.
Im Wald – beim Wasserreservoir – befindet sich ein großer Grabhügel, der
vermutlich aus der älteren Eisenzeit (Hallstattkultur) stammt und im 7.
Jahrhundert vor Chr. errichtet wurde.
In römischer Zeit befand sich in der Nähe der heutigen Kirche eine römische
Villa rustica, ein Herrenhaus mit vielen Nebengebäuden.
Das mittelalterliche Dorf Baumgarten entstand als Straßendorf entlang der alten,
wichtigen Handelsstraße, die von Wiener Neustadt über Pöttsching nach Ödenburg
führte. Die mittelalterliche Burg wurde anstelle der römischen Villa erbaut.
Der erste bekannte Burgherr war Pouce von Pungarth (erste urkundliche Erwähnung
von Baumgarten: 1267), der eine angesehene Persönlichkeit im ungarischen
Königreich war.
1289 wird die Burg Baumgarten in der "Güssinger Fehde" von den Truppen Albrechts
I. eingenommen.
Im Jahr 1447 schließlich wurde der schwäbische Ritter Ulrich von Grafenegg neuer
Besitzer von Baumgarten. Dieser erhielt von Friedrich III. auch das Recht,
Münzen zu schlagen. Baumgarten kann somit stolz für sich in Anspruch nehmen, die
einzige Münzstätte des Bezirkes gewesen zu sein.
Ulrich von Grafenegg stiftete im Jahr 1475 das Kloster in Baumgarten und
schenkte es dem ungarischen Nationalorden der Pauliner. Dieses Kloster hatte
aber nur kurzen Bestand. Bereits 1493 fiel es einem Brand zum Opfer. Erst 1743
wurde es von Einsiedlermönchen wieder aufgebaut.
Durch allgemeine wirtschaftliche Probleme, Missernten, Seuchen und Kriege im
Spätmittelalter bzw. der früheren Neuzeit war auch Baumgarten fast vollständig
entvölkert und wurde von der Grundherrschaft mit Kroaten neu besiedelt. Schon
1528, also noch vor dem ersten Türkenzug gegen Wien, waren Kroaten hier
ansässig.
Aus der Zeit der Türkenkriege ist überliefert, dass der Ort zweimal
gebrandschatzt und geplündert wurde. Am 3. September 1683 fand bei Baumgarten
ein Gefecht zwischen Türken und Tartaren statt.
Aus dieser Zeit fand man auch einen Topf mit über 700 Silbermünzen. Es handelt
sich dabei um Groschen, Pfennige und Denare aus Polen, Böhmen und Ungarn. Der
Münzschatz befindet sich heute im Burgenländischen Landesmuseum in Eisenstadt.
Nicht nur Kriege, auch verheerende Brände sind aus der Vergangenheit
überliefert.
Am 15. Juni 1790 brach in Baumgarten ein Großfeuer aus, das fast den gesamten
Ort vernichtete. Abgebrannt sind u.a. 83 Bauernhäuser, sowie die Kirche – hier
waren sogar die Glocken im Turm geschmolzen. Zum Wiederaufbau stellte Fürst
Nikolaus Esterhàzy kostenlos das Bauholz zur Verfügung. Noch heute erinnern die
"Rote Hahn-Gasse" und die Florianisäule an den Dorfbrand im Jahr 1790.
1850 hatte Baumgarten 97 Häuser und 689 Einwohner, davon 635 Kroaten. 1879
erfolgte die Eröffnung der Raab-Ödenburg-Ebenfurther Eisenbahn, Baumgarten
erhielt einen eigenen Bahnhof.
1891 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.
Im Ersten Weltkrieg hatte der Ort 38 Gefallene zu beklagen. Deren Namen sind an
den Armen des Kronleuchters, der sich in der Klosterkirche befindet, verewigt.
Im Zweiten Weltkrieg sind 76 Baumgartner gefallen. Am Ostersonntag 1945
erreichte die Front den Ort. Mehrere Häuser und die Kirche wurde beschädigt,
vier Zivilpersonen kamen ums Leben.
Nach 1955 war ein wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen. Neue Straßen,
Kanäle, ein Gemeindehaus, ein Schwimmbad und viele neue Privathäuser wurden
gebaut.
Von 1971 bis 1991 waren die Gemeinden Baumgarten und Draßburg zu einer
Großgemeinde zusammengeschlossen.
Seit 1991 ist Baumgarten wieder eine selbständige Gemeinde und erhielt 1996 ein
eigenes Gemeindewappen.
Baumgarten liegt im Osten des Bezirkes Mattersburg an der Staatsgrenze zu
Ungarn. Die Entfernung nach
Eisenstadt beträgt 17 km, von Wien liegt der Ort
rund 60 km entfernt.
Die Topographie des Ortes lässt sich als leicht hügelig beschreiben. Die
Ortschaft liegt als leichte Hangsiedlung auf 255 m Seehöhe, südlich liegt der
höchste Punkt auf 351 m, der so genannte Krippelberg.
Das Klima wird durch den pannonischen Einfluss geprägt. Die Region zählt zu den
niederschlagsärmsten Gebieten Österreichs mit sehr hohen Sommertemperaturen.
Baumgarten ist Mitgliedsgemeinde beim im Jahr 2007 ins Leben gerufenen
"Naturpark Rosalia-Kogelberg"
Quelle:
www.baumgarten.or.at
Radwege: Rund um den Marzer Kogl führt der Koglradweg
B 30. Der Start erfolgt in Walbersdorf, von wo uns
der Rundweg durch Naturschutzgebiete knapp an die ungarische Grenze vorbei
wieder zurückführt nach Walbersdorf. Die
Streckenlänge beträgt ca. 28 km.
Eine genaue Beschreibung
mit allen Details findest du auf
www.fahr-radwege.com.
Radweg2 : Durch die Ortschaft führt auch der B
31 - Radwegverbindungsweg mit einer Länge von ca. 26 km. Hier geht es zur Übersicht der Radwege im
Burgenland.

Koglradweg B30 - Region Rosalia Burgenland
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Bezirk Mattersburg:
Am Berg, 1.Antau, 2.Bad Sauerbrunn, 3.Baumgarten, 4.Draßburg, 5.Forchtenstein,
6.Hirm, Keltenberg,
Kleinfrauenhaid, 7.Krensdorf, 8.Loipersbach im Bgld.,
9.Marz, 10.Mattersburg, 11.Neudörfl, 12.Pöttelsdorf, 13.Pöttsching, 14.Rohrbach
bei Mattersburg, Rohrbrücke, 15.Schattendorf, 16.Sieggraben, 17.Sigleß,
Stöttera,
Untenhof, Villa Waldfried,
Walbersdorf, 18.Wiesen, 19.Zemendorf-Stöttera. |